Save-the-Date: Jahrestagung 2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder,
zur diesjährigen Jahrestagung und Mitgliederversammlung laden wir herzlich ein. Bitte merken Sie sich den Termin schon einmal vor:
Jahrestagung: Donnerstag, 29. Oktober 2026 | 10:00–18:00 Uhr
Mitgliederversammlung EFAS: Freitag, 30. Oktober 2026 | 9:00 – 13:30 Uhr
in Frankfurt am Main, Hoffmanns Höfe
Gemeinsam mit der Diakonie Deutschland und der bag arbeit wollen wir diskutieren zu:
Wirkungsorientierung in der Arbeitsmarktpolitik
Aktuell verschieben globale Krisen und gesellschaftliche Veränderungen politische Prioritäten. Gleichzeitig verstärkt der zunehmende Kostendruck in öffentlichen Haushalten den Fokus auf die Frage nach der Wirksamkeit von Interventionen. Für Angebote in Beschäftigung und Qualifizierung bedeutet das: Mittel sollen dorthin fließen, wo nachweislich Veränderungen bei den Zielgruppen erreicht werden.
Doch was bedeutet „Wirkung“ eigentlich? Wie lässt sie sich messen, darstellen und kommunizieren? Und wie kann ein stärkerer Fokus auf Wirksamkeit mit den Anforderungen an die Durchführung von Maßnahmen sowie den vielfältigen Vorgaben der Prozessqualität in Einklang gebracht werden? Dazu wollen wir mit Ihnen, Vertreterinnen aus Wissenschaft, Politik, Jobcentern u.a. ins Gespräch kommen.
Praxisbeispiele gesucht:
Für den Austausch aus der Praxis freuen wir uns besonders über Praxisbeispiele aus unseren Mitgliedsunternehmen: Wenn Sie bereits Erfahrungen mit Wirkungsorientierung gesammelt haben oder Methoden zur Wirkungsmessung in Ihrer Arbeit einsetzen und diese im Rahmen der Tagung vorstellen möchten, kommen Sie gerne auf uns zu. Ebenso freuen wir uns über Hinweise über Kommunen, die Wirkungsorientierung strategisch vorantreiben und ein guter Gesprächspartner im Rahmen der Tagung sein könnten.
Mit weiteren Details zur Tagung, zum Programm und zur Organisation kommen wir rechtzeitig wieder auf Sie zu.
Einladung zu Regionalkonferenzen 2026
Gesellschaftliche Herausforderungen wie innere Sicherheit und steigende Energiekosten stehen aktuell im Fokus, Themen des sozialen geraten eher in den Hintergrund.
Neben sinkenden Mitteln im Eingliederungstitel (EGT) schaffen u.a.
- Empfehlungen der Sozialstaatskommission zur Vereinfachung des Sozialleistungssystems,
- Veränderungen in der Grundsicherung,
- Tariftreuegesetz,
- Entwicklungen zur neuen ESF Förderperiode
neue Rahmenbedingungen für das Arbeitsfeld der Beschäftigungs- und Quali-fizierungsunternehmen. Wir wollen beleuchten, welche Auswirkungen diese ggf. auf unser Arbeitsfeld haben und wie sich Träger perspektivisch in ihrer Arbeit ausrichten müssen.
Mit dem Format der „Regionalkonferenzen“ wollen wir zu Entwicklungen und Einschätzungen informieren und mit Ihnen dazu ins Gespräch kommen. Zudem interessieren uns Ihre Erfahrungen und Ansätze vor Ort, die sie gerne in „Austausch und Diskussion“ mit einbringen können.
Folgende Termine stehen zur Wahl:
- Dienstag, 16. Juni 2026, 10-12 Uhr, digital
- Donnerstag, 25. Juni 2025, 10-12 Uhr, digital
Anmelden können Sie sich jeweils bis 7 Tage vor Veranstaltung über unser Online-Anmeldeformular.
Weitere Infos entnehmen Sie bitte dem Programmflyer. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die EFAS-Geschäftsstelle:
Tel. 07 11 / 1 64 89 - 82
E-Mail:
Fachtag der Jugendberufshilfe am 11. Juni 2026 in Hannover
Zur gemeinsamen Fachtagung der BAG EJSA, des Diakonischen Werks in Niedersachsen und des EFAS laden wir Sie herzlich ein:
„Weichen stellen für junge Menschen: Jugendberufshilfe zwischen Haushaltskonsolidierung und EU-Förderarchitektur?“
Herausforderungen, Realistätstests und politische Gestaltungsspielräume
Datum: 11. Juni 2026, 10 - 15 Uhr
Ort: Diakonisches Werk in Niedersachsen, Hannover
Die Veranstaltung bietet Ihnen die Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Jugendberufshilfe gemeinsam zu beleuchten und sich mit Fachkräften aus ganz Deutschland auszutauschen. Neben fachlichen Impulsen erwarten Sie Raum für Vernetzung und Diskussion.
Alle Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: https://www.bagejsa.de/jugendberufshilfe-2026
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Pressemitteilung
Eingliederungsleistungen im Bundeshaushalt 2025 und 2026: Öffentliche Weiterbildung und Qualifizierung sichern
Berlin, 30. Juli 2025 – Die Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit (bag arbeit), der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband), der Evangelische Fachverband für Arbeit und soziale Integration (EFAS), sowie der Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) nehmen Stellung zu den geplanten Haushaltsansätzen für Eingliederungsleistungen und Qualifizierungsmaßnahmen in den Bundeshaushalten 2025 und 2026.
Darin fordern sie:
- Realistische Veranschlagung der Verwaltungskosten der Jobcenter, um Umschichtungen aus dem Eingliederungstitel zu vermeiden.
- Überprüfung der geplanten Verlagerung der FbW- und Reha-Maßnahmen in das SGB III.
- Transparente und aufgabengerechte Finanzierung aller versicherungsfremden Leistungen – insbesondere bei den Krankenkassen.
- Stärkung der öffentlichen Weiterbildungs- und Qualifizierungsstrukturen, statt einer reinen Mittelverschiebung zwischen Haushaltstiteln.
Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung dazu.
Pressemitteilung
Bundestagswahl 2025: Diakonische Verbände rufen zur Stärkung der Demokratie auf
Berlin, 06.02.2025 - Unter dem Motto „Für alle. Mit Herz und Verstand.“ rufen die christlichen Kirchen zur Bundestagswahl 2025 dazu auf, die Demokratie aktiv zu stärken. Im Zentrum dieser Botschaft stehen die Grundwerte Menschenwürde, Nächstenliebe und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Die bundesweit tätigen diakonischen Verbände betonen gemeinsam: „Als diakonische Verbände erheben wir unsere Stimme für die Grundwerte unserer Demokratie und erinnern an die gemeinsame Verantwortung für ein solidarisches Miteinander.“
Lesen Sie hier die Pressemitteilung dazu.
Weitere Informationen zu der Kampange finden Sie unter: https://fuer-alle.info/
Pressemitteilung
Bag arbeit und EFAS fordern Nachbesserungen am Bundeshaushalt 2025: Drohende Unterfinanzierung gefährdet die Arbeitsmarktintegration
Berlin und Stuttgart, 02. Juli 2024 – Die Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit e.V. (bag arbeit) und der Evangelische Fachverband Arbeit und Soziale Integration e. V. (EFAS) zeigen sich äußerst besorgt über die Pläne der Bundesregierung zum Bundeshaushalt 2025. Insbesondere die geplante Kürzung der Mittel im Bereich Bürgergeld und Jobcenter sowie die drastische Reduzierung des Eingliederungstitels (EGT) stellen eine erhebliche Bedrohung für eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration dar.
Laut ersten Berichten plant die Bundesregierung, die Ausgaben für Bürgergeld und Jobcenter im Jahr 2025 um beachtliche 2,6 Milliarden Euro zu senken. Dies bedeutet eine erhebliche finanzielle Belastung für die Jobcenter, die bereits jetzt mit unzureichenden Mitteln arbeiten müssen. Der Verwaltungshaushalt der Jobcenter wird auch im kommenden Jahr nicht auskömmlich sein, sodass voraussichtlich Gelder in Höhe von über einer Milliarde Euro vom EGT in den Verwaltungshaushalt umgeschichtet werden müssen.
Schon jetzt brechen bundesweit Maßnahmen für Langzeitarbeitslose weg, da die finanziellen Mittel nicht ausreichen. Viele Beschäftigungs- und Bildungsunternehmen kämpfen um ihre Existenz, was die Situation für arbeitslose Menschen weiter verschärft. Diese Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle bei der Qualifizierung und Reintegration von Arbeitslosen und müssen entsprechend unterstützt werden. Ersten Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit zufolge wird jedes fünfte Jobcenter zu Beginn des kommenden Jahres kein Budget für neue Maßnahmen zu haben.
„Es erscheint uns völlig unverständlich, in Zeiten des gravierenden Arbeits- und Fachkräftemangels bei der Qualifizierung und Reintegration in Arbeit zu sparen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der bag arbeit, Hans-Peter Eich. „Um langzeitarbeitslosen Menschen im SGB II echte Chancen zu geben, braucht es die im Koalitionsvertrag angekündigte dauerhafte Finanzierung der notwendigen Maßnahmen und die dafür erforderlichen Finanzmittel im Bundeshaushalt. Arbeitslose Menschen stellen ein großes Potenzial dar, das gefördert werden muss.“
Das Teilhabechancengesetz, dessen Erfolg durch eine aktuelle Evaluation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bestätigt wurde, ist ebenfalls bedroht, da die notwendigen Mittel den Jobcentern nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die Verbände fordern die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik auf, die Arbeitsförderung zukunftsfest zu gestalten, statt erfolgreiche Instrumente zu kürzen. „Durch den sozialen Arbeitsmarkt finden Menschen nicht nur eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, sondern sichern ihre Teilhabe an unserer Gesellschaft“, betont Marc Hentschke, Vorstandsvorsitzender des EFAS. „Es ist unerlässlich, dass die notwendigen Finanzmittel bereitgestellt werden. Nur so können wir den hohen Fachkräftemangel bekämpfen und eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt gewährleisten.“
Die Verbände appellieren an die Bundesregierung, die Mittel im Bundeshaushalt 2025 zu erhöhen und sicherzustellen, dass die notwendigen Ressourcen für die Arbeitsmarktintegration und die Unterstützung von Beschäftigungs- und Bildungsunternehmen bereitgestellt werden.
Die Pressemitteilung als PDF
Pressekontakt:

Berufliche Integration von langzeitarbeitslosen Menschen: Instrument weiterentwickeln
Im Jahr 2019 wurde das Teilhabechancengesetz eingeführt, welches ein neues Förderinstrument unter dem Namen "Teilhabe am Arbeitsmarkt" gemäß § 16i SGB II etablierte. Dieses Gesetz schloss eine bedeutende Lücke in der arbeitsmarktpolitischen Unterstützung für langzeiterwerbslose Personen.
Für Menschen, die über einen sehr langen Zeitraum kaum Kontakt zum Arbeitsmarkt hatten und auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, wird sozialversicherungspflichtige Arbeit ermöglicht – längerfristig, ohne Beschränkungen von Tätigkeiten und Arbeitgeberformen, kombiniert mit einer beschäftigungsbegleitenden Betreuung (Coaching), einem Weiterbildungsbudget und einem hohen Lohnkostenzuschuss für Arbeitgebende.
Jobcenter bewerten Instrument als positiv
Die Jobcenter bewerten dieses Förderinstrument flächendeckend positiv und betrachten es als wichtige Ergänzung der bestehenden Fördermöglichkeiten. Allerdings hat der § 16i aufgrund unzureichender Finanzierung im Bundeshaushalt faktisch an Bedeutung verloren. Im Koalitionsvertrag von 2021 haben sich die Koalitionspartner SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP darauf geeinigt, das Teilhabechancengesetz, das den § 16i eingeführt hat, weiterzuentwickeln.
Mehr finanzielle Mittel
Nach fünf Jahren Umsetzungserfahrung, die wissenschaftlich eng begleitet wurde, fordern die Diakonie Deutschland und der evangelische Fachverband für Arbeit und soziale Integration (EFAS) die Bundesregierung auf, noch vor der Sommerpause einen Gesetzesentwurf für eine Weiterentwicklung des Instruments vorzulegen und deutlich mehr finanzielle Mittel bereitzustellen. Dies soll dazu dienen, mehr langzeiterwerbslosen Menschen den Zugang zu sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zu ermöglichen.
Die Diakonie Deutschland und EFAS unterbreiten sechs Vorschläge, wie das Instrument gestärkt werden kann, um eine nachhaltige berufliche Perspektive für die Geförderten zu schaffen.
Hier können Sie die Vorschläge zur Weiterentwicklung aufrufen.
Video: Berufliche Integration mit 16i
Nach langer Erwerbslosigkeit wieder Teilhabe an Arbeit - in sozialen Unternehmen der Diakonie.
© NEUE ARBEIT gGmbH
Weitere Informationen
u. a. Anmeldung und Dokumentation zur Veranstaltungsreihe finden Sie auf der Webseite der Diakonie Deutschland