Projektleitung (m/w/d) gesucht
Im Evangelischen Fachverband für Arbeit und soziale Integration e.V. arbeiten bundesweit ca. 450 diakonische Qualifizierungs- und Beschäftigungsträger zusammen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Sell von der Hochschule Komplenz suchen wir zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine
Projektleitung (m/w/d)
für das Projekt O-Ton Arbeitsmarkt, eine arbeitsmarktpolitische Berichterstattung im wissenschaftlichen Kontext
Stellenumfang 70%
Das Narrativ der „faulen Bürgergeldempfänger“ hat sich in Gesellschaft und Politik verfestigt. Es wird viel über die Menschen geredet, aber wenig mit ihnen. Deshalb wollen wir „die fragen, die es betrifft“ und armutsbetroffene Menschen zu Wort kommen lassen. Dies soll über eine mit Wissenschaft umgesetzte Plattform erfolgen. Eine öffentlichkeitswirksame Kommunikationsstrategie soll entwickelt werden.
Ziel ist es, Lebenswirklichkeiten und komplexe Sachverhalte für Gesellschaft, Öffentlichkeit und Medien verständlich machen und somit Korrektiv für oft falsche und einseitige Berichterstattung zu sein sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Beispiele aus der Praxis sowie O-Töne von Betroffenen soll in die Kommunikationsstrategie eingebunden werden.
Weitere Infos auch hier:
https://www.o-ton-arbeitsmarkt.de
Die vollständige Stellenanzeige können Sie hier abrufen.
Ihre Bewerbung richten Sie bitte bevorzugt per Mail an:
EFAS e.V., Frau Hogh, Geschäftsführerin, Wagenburgstr. 26-28, 70184 Stuttgart, .
Fragen beantworten wir gerne unter: 0711/16489 - 81
Einladung zu Regionalkonferenzen 2026
Gesellschaftliche Herausforderungen wie innere Sicherheit und steigende Energiekosten stehen aktuell im Fokus, Themen des sozialen geraten eher in den Hintergrund.
Neben sinkenden Mitteln im Eingliederungstitel (EGT) schaffen u.a.
- Empfehlungen der Sozialstaatskommission zur Vereinfachung des Sozialleistungssystems,
- Veränderungen in der Grundsicherung,
- Tariftreuegesetz,
- Entwicklungen zur neuen ESF Förderperiode
neue Rahmenbedingungen für das Arbeitsfeld der Beschäftigungs- und Quali-fizierungsunternehmen. Wir wollen beleuchten, welche Auswirkungen diese ggf. auf unser Arbeitsfeld haben und wie sich Träger perspektivisch in ihrer Arbeit ausrichten müssen.
Mit dem Format der „Regionalkonferenzen“ wollen wir zu Entwicklungen und Einschätzungen informieren und mit Ihnen dazu ins Gespräch kommen. Zudem interessieren uns Ihre Erfahrungen und Ansätze vor Ort, die sie gerne in „Austausch und Diskussion“ mit einbringen können.
Folgende Termine stehen zur Wahl:
- Dienstag, 16. Juni 2026, 10-12 Uhr, digital
- Donnerstag, 25. Juni 2025, 10-12 Uhr, digital
Anmelden können Sie sich jeweils bis 7 Tage vor Veranstaltung über unser Online-Anmeldeformular.
Weitere Infos entnehmen Sie bitte dem Programmflyer. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die EFAS-Geschäftsstelle:
Tel. 07 11 / 1 64 89 - 82
E-Mail:
Fachtag der Jugendberufshilfe am 11. Juni 2026 in Hannover
Zur gemeinsamen Fachtagung der BAG EJSA, des Diakonischen Werks in Niedersachsen und des EFAS laden wir Sie herzlich ein:
„Weichen stellen für junge Menschen: Jugendberufshilfe zwischen Haushaltskonsolidierung und EU-Förderarchitektur?“
Herausforderungen, Realistätstests und politische Gestaltungsspielräume
Datum: 11. Juni 2026, 10 - 15 Uhr
Ort: Diakonisches Werk in Niedersachsen, Hannover
Die Veranstaltung bietet Ihnen die Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Jugendberufshilfe gemeinsam zu beleuchten und sich mit Fachkräften aus ganz Deutschland auszutauschen. Neben fachlichen Impulsen erwarten Sie Raum für Vernetzung und Diskussion.
Alle Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: https://www.bagejsa.de/jugendberufshilfe-2026
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Pressemitteilung
Eingliederungsleistungen im Bundeshaushalt 2025 und 2026: Öffentliche Weiterbildung und Qualifizierung sichern
Berlin, 30. Juli 2025 – Die Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit (bag arbeit), der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband), der Evangelische Fachverband für Arbeit und soziale Integration (EFAS), sowie der Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) nehmen Stellung zu den geplanten Haushaltsansätzen für Eingliederungsleistungen und Qualifizierungsmaßnahmen in den Bundeshaushalten 2025 und 2026.
Darin fordern sie:
- Realistische Veranschlagung der Verwaltungskosten der Jobcenter, um Umschichtungen aus dem Eingliederungstitel zu vermeiden.
- Überprüfung der geplanten Verlagerung der FbW- und Reha-Maßnahmen in das SGB III.
- Transparente und aufgabengerechte Finanzierung aller versicherungsfremden Leistungen – insbesondere bei den Krankenkassen.
- Stärkung der öffentlichen Weiterbildungs- und Qualifizierungsstrukturen, statt einer reinen Mittelverschiebung zwischen Haushaltstiteln.
Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung dazu.
Pressemitteilung
Bundestagswahl 2025: Diakonische Verbände rufen zur Stärkung der Demokratie auf
Berlin, 06.02.2025 - Unter dem Motto „Für alle. Mit Herz und Verstand.“ rufen die christlichen Kirchen zur Bundestagswahl 2025 dazu auf, die Demokratie aktiv zu stärken. Im Zentrum dieser Botschaft stehen die Grundwerte Menschenwürde, Nächstenliebe und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Die bundesweit tätigen diakonischen Verbände betonen gemeinsam: „Als diakonische Verbände erheben wir unsere Stimme für die Grundwerte unserer Demokratie und erinnern an die gemeinsame Verantwortung für ein solidarisches Miteinander.“
Lesen Sie hier die Pressemitteilung dazu.
Weitere Informationen zu der Kampange finden Sie unter: https://fuer-alle.info/
Pressemitteilung
Bag arbeit und EFAS fordern Nachbesserungen am Bundeshaushalt 2025: Drohende Unterfinanzierung gefährdet die Arbeitsmarktintegration
Berlin und Stuttgart, 02. Juli 2024 – Die Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit e.V. (bag arbeit) und der Evangelische Fachverband Arbeit und Soziale Integration e. V. (EFAS) zeigen sich äußerst besorgt über die Pläne der Bundesregierung zum Bundeshaushalt 2025. Insbesondere die geplante Kürzung der Mittel im Bereich Bürgergeld und Jobcenter sowie die drastische Reduzierung des Eingliederungstitels (EGT) stellen eine erhebliche Bedrohung für eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration dar.
Laut ersten Berichten plant die Bundesregierung, die Ausgaben für Bürgergeld und Jobcenter im Jahr 2025 um beachtliche 2,6 Milliarden Euro zu senken. Dies bedeutet eine erhebliche finanzielle Belastung für die Jobcenter, die bereits jetzt mit unzureichenden Mitteln arbeiten müssen. Der Verwaltungshaushalt der Jobcenter wird auch im kommenden Jahr nicht auskömmlich sein, sodass voraussichtlich Gelder in Höhe von über einer Milliarde Euro vom EGT in den Verwaltungshaushalt umgeschichtet werden müssen.
Schon jetzt brechen bundesweit Maßnahmen für Langzeitarbeitslose weg, da die finanziellen Mittel nicht ausreichen. Viele Beschäftigungs- und Bildungsunternehmen kämpfen um ihre Existenz, was die Situation für arbeitslose Menschen weiter verschärft. Diese Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle bei der Qualifizierung und Reintegration von Arbeitslosen und müssen entsprechend unterstützt werden. Ersten Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit zufolge wird jedes fünfte Jobcenter zu Beginn des kommenden Jahres kein Budget für neue Maßnahmen zu haben.
„Es erscheint uns völlig unverständlich, in Zeiten des gravierenden Arbeits- und Fachkräftemangels bei der Qualifizierung und Reintegration in Arbeit zu sparen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der bag arbeit, Hans-Peter Eich. „Um langzeitarbeitslosen Menschen im SGB II echte Chancen zu geben, braucht es die im Koalitionsvertrag angekündigte dauerhafte Finanzierung der notwendigen Maßnahmen und die dafür erforderlichen Finanzmittel im Bundeshaushalt. Arbeitslose Menschen stellen ein großes Potenzial dar, das gefördert werden muss.“
Das Teilhabechancengesetz, dessen Erfolg durch eine aktuelle Evaluation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bestätigt wurde, ist ebenfalls bedroht, da die notwendigen Mittel den Jobcentern nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die Verbände fordern die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik auf, die Arbeitsförderung zukunftsfest zu gestalten, statt erfolgreiche Instrumente zu kürzen. „Durch den sozialen Arbeitsmarkt finden Menschen nicht nur eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, sondern sichern ihre Teilhabe an unserer Gesellschaft“, betont Marc Hentschke, Vorstandsvorsitzender des EFAS. „Es ist unerlässlich, dass die notwendigen Finanzmittel bereitgestellt werden. Nur so können wir den hohen Fachkräftemangel bekämpfen und eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt gewährleisten.“
Die Verbände appellieren an die Bundesregierung, die Mittel im Bundeshaushalt 2025 zu erhöhen und sicherzustellen, dass die notwendigen Ressourcen für die Arbeitsmarktintegration und die Unterstützung von Beschäftigungs- und Bildungsunternehmen bereitgestellt werden.
Die Pressemitteilung als PDF
Pressekontakt:

Berufliche Integration von langzeitarbeitslosen Menschen: Instrument weiterentwickeln
Im Jahr 2019 wurde das Teilhabechancengesetz eingeführt, welches ein neues Förderinstrument unter dem Namen "Teilhabe am Arbeitsmarkt" gemäß § 16i SGB II etablierte. Dieses Gesetz schloss eine bedeutende Lücke in der arbeitsmarktpolitischen Unterstützung für langzeiterwerbslose Personen.
Für Menschen, die über einen sehr langen Zeitraum kaum Kontakt zum Arbeitsmarkt hatten und auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, wird sozialversicherungspflichtige Arbeit ermöglicht – längerfristig, ohne Beschränkungen von Tätigkeiten und Arbeitgeberformen, kombiniert mit einer beschäftigungsbegleitenden Betreuung (Coaching), einem Weiterbildungsbudget und einem hohen Lohnkostenzuschuss für Arbeitgebende.
Jobcenter bewerten Instrument als positiv
Die Jobcenter bewerten dieses Förderinstrument flächendeckend positiv und betrachten es als wichtige Ergänzung der bestehenden Fördermöglichkeiten. Allerdings hat der § 16i aufgrund unzureichender Finanzierung im Bundeshaushalt faktisch an Bedeutung verloren. Im Koalitionsvertrag von 2021 haben sich die Koalitionspartner SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP darauf geeinigt, das Teilhabechancengesetz, das den § 16i eingeführt hat, weiterzuentwickeln.
Mehr finanzielle Mittel
Nach fünf Jahren Umsetzungserfahrung, die wissenschaftlich eng begleitet wurde, fordern die Diakonie Deutschland und der evangelische Fachverband für Arbeit und soziale Integration (EFAS) die Bundesregierung auf, noch vor der Sommerpause einen Gesetzesentwurf für eine Weiterentwicklung des Instruments vorzulegen und deutlich mehr finanzielle Mittel bereitzustellen. Dies soll dazu dienen, mehr langzeiterwerbslosen Menschen den Zugang zu sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zu ermöglichen.
Die Diakonie Deutschland und EFAS unterbreiten sechs Vorschläge, wie das Instrument gestärkt werden kann, um eine nachhaltige berufliche Perspektive für die Geförderten zu schaffen.
Hier können Sie die Vorschläge zur Weiterentwicklung aufrufen.
Video: Berufliche Integration mit 16i
Nach langer Erwerbslosigkeit wieder Teilhabe an Arbeit - in sozialen Unternehmen der Diakonie.
© NEUE ARBEIT gGmbH
Weitere Informationen
u. a. Anmeldung und Dokumentation zur Veranstaltungsreihe finden Sie auf der Webseite der Diakonie Deutschland