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Wissenschaftler belegen: Arbeitslose sind „gesundheitliche Risikogruppe“

Bei Langzeitarbeitslosen liegt die Sterberate 1,6-mal höher als bei der arbeitenden Bevölkerung und steigt mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit. Langzeitarbeitslose sind im Schnitt doppelt so häufig von psychischen Erkrankungen betroffen wie Erwerbstätige. Besonders Depressionen und Angststörungen sind bei ihnen stark vertreten. Arbeitslose haben zudem ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle und sind häufiger von Alkoholerkrankungen betroffen. Zudem hat Arbeitslosigkeit Auswirkungen auf die Zahl der Suizide. Steigt die Arbeitslosenquote, nimmt auch die Selbstmordrate zu.

Britta Herbig, Nico Dragano, Peter Angerer, Gesundheitliche Situation von langzeitarbeitslosen Menschen (Deutsches Ärzteblatt, 110, Heft 23-24),
http://www.aerzteblatt.de/pdf/110/23/m413.pdf