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EFAS Jahrestagung 2014 „Soziales Unternehmertum – sozial innovativ“ am 29.09.2014 in Frankfurt / M.

In dieses Jahr haben wir mit unsrer Jahrestagung zum Sozialen Unternehmertum den Blick in die Zukunft gerichtet. Schon vor drei Jahren in Erfurt hatten wir uns mit diesem Themenfeld, jedoch eher in Abgrenzung zum Thema „social entrepreneurship“ beschäftigt. Damals wurde deutlich, dass die Wohlfahrtspflege meist qualitativ anspruchsvoller wirkt und nachhaltiger arbeitet.
Daran anknüpfend haben wir uns in diesem Jahr damit auseinandergesetzt, welche Entwicklungen auf EU-Ebene im Kontext des Sozialen Unternehmertums auf uns zukommen. Die anlaufende EU-Förderperiode hat bei diesem Thema Schwerpunkte gesetzt und viele Mittel hinter der Programmatik gebunden. Aus wissenschaftlicher Sicht wurde bestätigt und ermuntert, sich des Marktpotentials – das vergleichbar mit dem der Autoindustrie ist – bewusst zu werden und uns und unsere Arbeit selbstbewusst darzustellen. Hierbei hat uns das Thema der Messbarkeit von sozialen Wirkungen beschäftigt, es gab Beispiel zu bereits durchgeführten Ansätzen. Die Stadt Münster z.B. berücksichtigt heute schon bei der Vergabe von Projektmitteln die Socialrenturn-on-investment-Prognose.
Die EU setzt verstärkt auf das Engagement von Privater Seite im sozialen Sektor. Diese Entwicklungen gilt es zu beobachten und zu begleiten. Zum einen zu schauen, an welchen Stellen auch unsere Unternehmen davon profitieren können, zum anderen aber auch immer wieder auf den klassischen Wohlfahrtsansatz hin zuweisen: Nicht nur Nieschen sind zu bedienen, sondern für alle Rat- und Hilfesuchenden nachhaltig Angebote zu machen.  Es wurde deutlich, dass uns das Thema Soziales Unternehmertum und die Darstellung der Wirkung in den nächsten Jahren weiter beschäftigen wird, der EFAS wird dran bleiben.