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Der EFAS sucht...

Der Evangelische Fachverband für
Arbeit und Soziale Integration e.V.
sucht zum 15.01.2017 zwei
Verwaltungsfachkräfte (m/w) 50-70%
vorerst auf zwei Jahre befristet

Weitere Infos zu diesem Stellenangebot finden Sie hier

Wirtschaftsweise zur Langzeitarbeitslosigkeit: Deregulierung des Arbeitsmarktes soll helfen

In ihrem aktuellen Jahresgutachten hat sich der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dem Thema der verfestigten Arbeitslosigkeit angenommen und Empfehlungen ausgesprochen. Oder eher eine große Empfehlung: Weniger Regulierung des ohnehin völlig überregulierten deutschen Arbeitsmarktes, beziehungsweise: Der Mindestlohn ist Schuld!

Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2016/17,
http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2016-2017.html

Beschäftigungseffekte von Ein-Euro-Jobs in den Einsatzbetrieben

Die Studie untersucht den Einfluss der Ein-Euro-Jobs auf die Entwicklung und Struktur der Beschäftigung in öffentlichen, gemeinnützigen und privaten Betrieben. Datengrundlage ist das IAB-Betriebspanel 2005 bis 2013, das mit regionalen Indikatoren auf Kreisebene (Arbeitslosenquote, Anteil der Ein-Euro-Jobs an der Bevölkerung, kommunale Schulden pro Einwohner, Bevölkerungsdichte, kommunale Personalservicedichte) verknüpft wird. Als Methode werden lineare und nicht-lineare statische sowie dynamische Panelanalysen verwendet. Bezogen auf die Gesamtbeschäftigung zeigt sich kein Beschäftigungseffekt des Einsatzes von Ein-Euro-Jobs. Die getrennte Betrachtung unterschiedlicher Qualifikationsgruppen deckt jedoch gegenläufige Effekte auf: einen positiven Effekt bei den Hochqualifizierten und einen negativen Effekt bei den Geringqualifizierten. Wir interpretieren die Ergebnisse vor dem Hintergrund des kontinuierlichen Rückgangs der Ein-Euro-Jobs folgendermaßen: Der Bedarf an qualifiziertem Personal für Verwaltung, Anleitung und Betreuung im Rahmen der Durchführung der Maßnahme dürfte zurückgegangen sein, während zugleich Beschäftigungsverhältnisse im Bereich regulärer Einfachtätigkeiten geschaffen wurden. Beide Effekte sind in ihrer quantitativen Bedeutung als klein einzuschätzen."

Dummert, Sandra; Hohendanner, Christian (2016): Beschäftigungseffekte von Ein-Euro-Jobs in den Einsatzbetrieben. (IAB-Discussion Paper, 38/2016), Nürnberg,
http://www.iab.de/183/section.aspx/Publikation/k161104301

EFAS-Jahrestagung "Teilhabe an Demokratie und Gesellschaft – Ist Beschäftigung ein Schlüssel?“ in Köln

wir haben uns bei der EFAS-Jahrestagung  "Teilhabe an Demokratie und Gesellschaft – Ist Beschäftigung ein Schlüssel?“ in Köln mit folgenden Themen beschäftigt:

  • „Prekäre Wahlen – Was sind Gründe sinkender Wahlbeteiligung, was können wir dagegen tun?“Frau Emilie Reichmann, stellt Studienergebnisse der Bertelsmannstiftung vor. Bekannte Wahlmuster von Menschen in den unterschiedlichen Einkommensverhältnissen werden hier bestätigt.  Menschen mit niedrigem Einkommensniveau wählen weniger, d.h. einkommensarme und langzeitarbeitslose Menschen sind in den Parlamenten nicht mehr repräsentativ vertreten.
  • „Demokratie ohne Langzeitarbeitslose?Motive langzeitarbeitsloser Wähler“ Prof. Dr. Frank Schultheis, Universität St. Gallen, stellt in der Studie die Frage, wie es gelingen kann, langzeitarbeitslose Menschen wieder mehr an demokratischen Prozessen beteiligen und damit Teilhabe an Gesellschaft zu organisieren.
  • „Neue Produkte für einen inklusiven Arbeitsmarkt.Herr Fred Gaida, Bundesagentur für Arbeit, stellt Handlungsansätze eines Präventionsmodells zur Reduzierung von Langzeitarbeitslose vor. 

Ein vielseitiges Programm, dass durch die Arbeit in Kleingruppen an Thementischen ergänzt wurde.

Wir freuen uns sie im nächsten Jahr bei der EFAS Jahrestagung am 22.06.2017 in Berlin begrüßen zu dürfen.

Jobcenter stopfen Löcher im Verwaltungsetat mit immer mehr Fördergeldern

Seit Jahren nutzen die Jobcenter stetig steigende Summen der Eingliederungsmittel, mit denen eigentlich arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für Menschen im Hartz IV-System finanziert werden sollen, um ihre Verwaltungskosten zu decken. 2015 hat die sogenannte Umschichtung einen erneuten Höchstwert erreicht. Mit rund 606 Millionen Euro wurden 17 Prozent des Eingliederungsetats nicht für den ursprünglichen Zweck genutzt – fast jeder sechste Euro.

O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/jobcenter-stopfen-loecher-im-verwaltungsetat-mit-immer-mehr-foerdergeldern

Alleinerziehende unter Druck - Rechtliche Rahmenbedingungen, finanzielle Lage und Reformbedarf

In Deutschland ist mittlerweile jede fünfte Familie alleinerziehend, in den allermeisten Fällen sind dies alleinerziehende Mütter (90%). 2,2 Millionen Kinder wachsen in Ein-Eltern-Haushalten auf – Tendenz steigend. Viele Alleinerziehende meistern ihre alltäglichen Herausforderungen insgesamt gut, auch wenn sie dabei oft an ihre Belastungsgrenzen stoßen oder darüber hinaus wachsen. Das verdient hohe Anerkennung und Wertschätzung. Denn die Rahmenbedingungen, unter denen Alleinerziehende ihren Familienalltag bewältigen müssen, sind alles andere als gut.

Bertelsmann Stiftung, Alleinerziehende unter Druck,
https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/GP_Alleinerziehende_unter_Druck.pdf

Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Reformwillen der Deutschen

Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger sind den Deutschen am wenigsten Wert. Das zeigt die Studie. „Die Zukunft des Wohlfahrtsstaates. Einstellungen zur Reformpolitik in Deutschland“ der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Friedrich-Ebert-Stiftung,
http://library.fes.de/pdf-files/wiso/12648.pdf

Fachtagung "Teilhabe an Demokratie und Gesellschaft – Ist Beschäftigung ein Schlüssel?“ 15.09.16, Köln

zur diesjährigen EFAS Jahrestagung laden wir Sie herzlich ein:

"Teilhabe an Demokratie und Gesellschaft – Ist Beschäftigung ein Schlüssel?“

am 15.09.2016 in Köln

Die soziale Ungleichheit hat sich in den letzten Jahren verdreifacht und verfestigt, wie auch die Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt. Bekannte Wahlmuster der Menschen in den unterschiedlichen Einkommensverhältnissen werden bestätigt. Menschen mit niedrigem Einkommensniveau wählen weniger, d.h. einkommensarme und langzeitarbeitslose Menschen sind in den Parlamenten nicht mehr repräsentativ vertreten, ihre Interessen werden von Politik wenig berücksichtigt, was dazu führt, dass sie sich wiederum noch weiter von Politik abwenden. Zu unserer diesjährigen Jahrestagung in Köln wollen wir uns damit beschäftigen, wie es gelingen kann, langzeitarbeitslose Menschen wieder mehr an demokratischen Prozessen beteiligen und damit Teilhabe an Gesellschaft zu organisieren. Wir stellen die Frage welche Rolle Beschäftigung dabei spielt und welche Konzepte – auch vor dem Hintergrund des Bundesteilhabegesetzes hier zukunftsweisend sind. Dazu kommen wir mit VertreterInnen von Politik, Wissenschaft, Bundesagentur für Arbeit, Kirche und Unternehmen ins Gespräch.

Bitte melden Sie sich bis 05.08.2016 an.

Einladung

Arbeitslosigkeit verursacht immer mehr Armut in Europa

Arbeitslosigkeit und schlecht bezahlte Beschäftigung sind laut UN-Experten die Ursachen für immer mehr Arme in Europa - mittlerweile durchschnittlich 17 Prozent der Bevölkerung. Deutschland ist besonders stark gefährdet.

Handelsblatt Online, Arbeitslosigkeit verursacht immer mehr Armut in Europa,

http://www.handelsblatt.com/politik/international/vereinte-nationen-arbeitslosigkeit-verursacht-immer-mehr-armut-in-europa/13613052.html?share=twitter

Trotz Sonderprogrammen – Abbau der Förderung von Langzeitarbeitslosen geht unter Nahles weiter

Die Bundesprogramme für Langzeitarbeitslose von Ministerin Nahles laufen schleppend an.  Die Jobcenter haben nur einen Teil der möglichen Stellen beantragt. Selbst wenn die geplanten Teilnehmerzahlen noch erreicht werden sollten: In ihrer Amtszeit nehmen weniger Personen an Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung teil. 

O-Ton Arbeitsmarkt,

http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/newsletter/trotz-sonderprogrammen-abbau-der-foerderung-von-langzeitarbeitslosen-geht-unter-nahles-weiter

Evaluation der NRW-Modellprojekte öffentlich geförderte Beschäftigung – IAB attestiert positiven Effekt auf das Teilhabeempfinden

Langzeitarbeitslose fühlen sich weniger sozial integriert als arbeitende Menschen. Öffentlich geförderte Beschäftigung kann hier helfen, wenn die Teilnehmer sorgfältig ausgewählt und sozialpädagogisch betreut werden. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in seiner Evaluation der Modellprojekte öffentlich geförderte Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen.

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung,  

http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/newsletter/arbeitsmarkt-news-evaluation-der-nrw-modellprojekte-oeffentlich-gefoerderte-beschaeftigung-iab-attestiert-positiven-effekt-auf-das-teilhabeempfinden

Stadt Düsseldorf will Langzeitarbeitslosigkeit verringern

Die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf will durch den Einsatz eigener kommunaler Mittel helfen, die Langzeitarbeitslosigkeit in Düsseldorf zu verringern. Als neue Bausteine der kommunalen Beschäftigungsförderung wurden Anlaufstellen für Langzeitarbeitslose und Arbeitgeber an vier verschiedenen Standorten im Stadtgebiet geschaffen. "Mit dem Angebot 'i-Punkt Arbeit' soll der verfestigten Arbeitslosigkeit in den Quartieren entgegengewirkt werden.

Landeshauptstadt Düsseldorf,

http://www.duesseldorf.de/presse/pld/d2016/d2016_05/d2016_05_17/16042812_168.pdf

Britische Studie zeigt: Einstellung gegenüber Sozialleistungsempfängern wird immer härter

Die Öffentlichkeit zeigt sich auf der einen Seite besorgt über Armut in Großbritannien, befürwortet auf der anderen aber Einschnitte im Sozialsystem für die Betroffenen. Das zeigt der British Social Attitudes survey.

London School of Economics and Politcial Science,

http://blogs.lse.ac.uk/politicsandpolicy/bad-news-for-the-poor/

Hartz IV: Strafen mit unerwünschten Nebenwirkungen

Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger sind zum Teil kontraproduktiv: Wenn das Arbeitslosengeld gestrichen wird, steigt das Risiko, dass sich die Betroffenen komplett vom Arbeitsmarkt zurückziehen.

Hans Böckler Stiftung, Böckler Impuls 1/2016,

http://boeckler.de/63240_63255.htm

Aufstocker vor Mindestlohn-Einführung: Staat subventionierte Niedrigeinkommen 2014 mit 10,85 Milliarden Euro

2014 zahlte der Staat Hartz-IV-Leistungen in Höhe von 10,85 Milliarden Euro an rund 1,3 Millionen Erwerbstätige, deren Einkommen zum Leben nicht ausreichte, davon 44 Prozent sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (in Voll- oder Teilzeit), 47 Prozent Minijobber und 9 Prozent Selbstständige. Das zeigen Daten der Bundesagentur für Arbeit.

O-Ton Arbeitsmarkt,

http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/newsletter/aufstocker-vor-mindestlohn-einfuehrung-staat-subventionierte-niedrigeinkommen-2014-mit-1085-milliarden-euro

Hartz-IV-Empfänger: Jeder Sechste hat sechs Jahre nicht gearbeitet

15 Prozent der Hartz-IV-Empfänger haben den Kontakt zum Arbeitsmarkt offenbar komplett verloren. Sie waren sechs Jahre durchgängig hilfebedürftig und haben in dieser Zeit keinen Tag gearbeitet. Das zeigt eine Auswertung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Langer Leistungsbezug ist nicht gleich Langzeitarbeitslosigkeit (IAB-Kurzbericht 20/2015),
http://doku.iab.de/kurzber/2015/kb2015.pdf

Soziale Dienstleistungen: Vergibt Bundesregierung Chance auf Verbesserung des Vergaberechts?

Eine neue EU-Richtlinie bietet der Bundesregierung die Möglichkeit, das Vergabeverfahren bei sozialen Dienstleistungen wie arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen maßgeblich zu verbessern. Doch statt diese Chance zu nutzen, soll im Wesentlichen alles beim Alten bleiben. Auf eine kleine Anfrage der Linken zu den Hintergründen antwortet das zuständige Wirtschaftsministerium ausweichend. Das Papier liegt O-Ton Arbeitsmarkt exklusiv vor.

O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/soziale-dienstleistungen-vergibt-bundesregierung-chance-auf-verbesserung-des-vergaberechts

Studie: Fragiler Alltag ─ Studie zu den Fähigkeiten langzeitarbeitsloser Menschen

Der EFAS hat mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD eine Studie aufgelegt.
Die Studie gibt Einblick in den Lebensalltag von langzeitarbeitslosen Menschen, sie beschreibt deren Fähigkeiten und arbeitet heraus, wie Krisen bewältigt werden und der Einstieg in die Arbeitswelt wieder gelingen kann. Jetzt liegen die Ergebnisse in Buchform vor:

Antje Bednarek-Gilland:
Fragiler Alltag ─ Studie zu den Fähigkeiten langzeitarbeitsloser Menschen
creo-media Hannover, ISBN 978-3-9814883-6-4, 116 Seiten, € 9,80.
Zur Bestellung: info@si-ekd.de oder 0511-554741-0

Antje Bednarek-Gilland hat langzeitarbeitslose Menschen nach ihren individuellen Bewältigungsstrategien gefragt und diese interpretiert. Sie hat mit Experten gesprochen und selbst in sozialen Unternehmen gearbeitet, um die Erkenntnisse zu vertiefen. Geschildert werden die Wege in die Langzeitarbeitslosigkeit, die Phasen der Zermürbung, der Umgang mit Krisen sowie gesundheitlichen Problemen und die Verkettungen verschiedener Ereignisse an konkreten Beispielen.
Gefragt wurde auch nach der Rolle der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, z. B. Ein-Euro-Jobs. Ergebnis: Arbeit kann einen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten. Sicher eine lohnenswerte Lektüre - auch zur Weiterleitung an politische Verantwortliche vor Ort.

Langzeitarbeitslose: Vom beforschten Objekt zum handelnden Subjekt

Langzeitarbeitslose wünschen sich eine Gesellschaft, die Verständnis für ihre Lebenssituation hat und ihnen mit weniger Vorurteilen begegnet, Zugang zu Arbeit, eine transparente und hochwertige Beratung in Jobcentern und die Abschaffung von Sanktionen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS) der Hochschule Koblenz in Kooperation mit der Aktion Arbeit des Bistums Trier, dem Diözesan-Caritasverband Trier, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.

Obermeier, Tim und Schultheis, Kathrin: Zukunftswerkstatt SGB II. Teilhabe in der Grundsicherung. Remagener Beiträge zur Sozialpolitik 18 - 2015. Remagen 2015,
http://www.stefan-sell.com/Sozialpolitik2015-18.pdf

Zu viel Behinderung für den Arbeitsmarkt, zu wenig für die Behindertenwerkstatt

Xenia Henkel ist schwerbehindert. Sie hat das Turner-Syndrom, einen Gendefekt ähnlich Trisomie 21, der sich aber nicht auf die geistigen Fähigkeiten auswirkt. Körperlich ist Xenia den Anforderungen des Arbeitsmarktes kaum gewachsen. Nach einer Ausbildung zur Hauswirtschaftshelferin fand sie deshalb jahrelang keine Arbeit. Für eine Stelle in einer Behindertenwerkstatt reichen ihre Einschränkungen laut Jobcenter jedoch nicht.

O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/menschen-am-rande/zu-viel-behinderung-fuer-den-arbeitsmarkt-zu-wenig-fuer-die-behindertenwerkstatt

Von Maßnahme zu Maßnahme: Wenn Langzeitarbeitslose auf Beschäftigung hoffen

Michael Bohn ist gelernter Dachdecker. Wegen einer Diabetes-Erkrankung kann er nicht mehr in seinem Beruf arbeiten. Nach mehreren Jahren in Aushilfsjobs hat er nun einen Ein-Euro-Job bei der Rothenburger Projektschmiede gem.e.V. Er hofft auf einen Platz im neuen Bundesprogramm für Langzeitarbeitslose des Arbeitsministeriums.

O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/menschen-am-rande/von-massnahme-zu-massnahme-wenn-langzeitarbeitslose-auf-beschaeftigung-hoffen

DGB und BDA fordern Aktionsplan für Hartz-IV-Eltern – und notfalls öffentlich geförderte Beschäftigung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) haben einen gemeinsamen Nenner gefunden und wollen geschlossen gegen Kinderarmut vorgehen. Mit ihrem Aktionsplan: „Zukunft für Kinder – Perspektiven für Eltern im SGB II“ fordern sie ein etwa 280 Millionen Euro schweres Sonderprogramm (zusätzlich zum Eingliederungsbudget der Jobcenter), um in Hartz-IV-Haushalten mit Kindern, in denen keines der Elternteile arbeitet, mindestens eine Person in Arbeit zu bringen.

Deutscher Gewerkschaftsbund, DGB und BDA stellen Aktionsplan gegen Kinderarmut vor,
http://www.dgb.de/presse/++co++fd7880ce-520b-11e5-ab3b-52540023ef1a

Bundesregierung hält an geschönter Statistik zu Langzeitarbeitslosen und Über-58-Jährigen fest

Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit macht aus Langzeitarbeitslosen Kurzzeitarbeitslose, wenn sie zum Beispiel an einem Ein-Euro-Job teilnehmen. Über-58-Jährige zählen zudem als nicht arbeitslos, wenn die Jobcenter sie nicht mehr vermitteln. Die Grünen haben die statistischen Schummeleien hinterfragt – und erhalten ausweichende Antworten von der Bundesregierung.

O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/bundesregierung-haelt-an-geschoenter-statistik-zu-langzeitarbeitslosen-und-ueber-58-jaehrigen-fest

Immer mehr Arbeitslose ohne Berufsausbildung: Politik fördert nur wenig

Fast jeder zweite Arbeitslose ist ungelernt. Dennoch fördert die Bundesregierung nur wenige von ihnen mit einer Maßnahme, die zu einem Berufsabschluss führt. Das geht aus der Antwort auf eine Bundestagsanfrage der Linken hervor.

Stellenwert der beruflichen Weiterbildung in der Arbeitsförderung, Antwort auf die Kleine Anfrage der Linken im Bundestag (Drucksache 18/5112),
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/055/1805537.pdf

EFAS-Jahrestagung 2015 "Zurück in die Zukunft - Entwicklung zu Beschäftigung von Randgruppen am 17.09.2015 in Kassel

wir haben uns bei der EFAS-Jahrestagung "Zurück in die Zukunft - Entwicklungen zu Beschäftigung von Randgruppen“ in Kassel mit Themen der Arbeitsmarktpolitik beschäftigt.
Dabei wurden drei Themenfelder bearbeitet:

- Vergabe: Mit RA Dr. Soudry und Herrn Keck, Leiter des Einkaufs der BA haben wir die neuen rechtliche Rahmenbedingungen bei der Vergabe von Arbeitsmarktdienstleistungen und Umsetzungsplanungen der BA beleutet. Im Ergebnis wird das Thema der Vergabe uns weiter begleiten und Erfolgsquoten werden zunehmend mehr an Bedeutung gewinnen.

- Austausch zu aktuellen Themen wie die Umsetzung des ESF-Bundesprogramms und des Programms Soziale Teilhabe, Austausch zu kommunalen Beschäftigungsprogrammen und zielgruppenübergreifender Beschäftigung / Integrationsprojekten. Aus aktuellen Anlass haben wir das Thema "Beschäftigung von Flüchtlingen" in die Austauschrunde aufgenommen.

- Beim Blick in die Zukunft / wie sieht Beschäftigung von Randgruppe im 10 Jahren aus? haben wir uns mit der "Sicht von Außen", mit Herrn Dr. Shaw von der Benckiserstiftung und "Diakonischen Visionen" mit dem Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Hessen, Herrn Dr. Gern auseinandergesetzt. Gerne hätten wir auch noch von den Planungen des BMAS gehört, leider musste die Referentin jedoch aufgrund von Krankheit kurzfristig absagen. 
Herr Hentschke hat die Runde kurzfristig mit einer Gesamtdarstellung des Arbeitsfeldes und möglichen Entwicklungsperspektiven ergänzt. 

Wir freuen uns sie im nächsten Jahr bei der EFAS Jahrestagung begrüßen zu dürfen.

"Zurück in die Zukunft - Entwicklungen zu Beschäftigung von Randgruppen“

Einladung zur EFAS Jahrestagung am 17.09.2015 und Mitgliederversammlung am 18.09.2015 in Kassel

 In diesem Jahr wollen wir einen Blick in die Zukunft der Arbeitsmarktpolitik werfen und uns mit Fragen "wie findet Teilhabe durch Beschäftigung von Menschen am Rande unserer Gesellschaft in zehn Jahren statt und wo haben die vom Arbeitsmarkt Ausgegrenzten ihren Platz?" beschäftigen.+

Dazu wollen wir drei Themenfelder bearbeiten:
-          Vergabe: Neue rechtliche Rahmenbedingungen bei der Vergabe von Arbeitsmarktdienstleistungen und Umsetzungsplanungen der BA
-          Austausch zu aktuellen Themen wiedie Umsetzung des ESF-Bundesprogramms und des Programms Soziale Teilhabe, Austausch zu kommunalen Beschäftigungsprogrammen und
           zielgruppenübergreifender Beschäftigung / Integrationsprojekten.
-          Blick in die Zukunft: Wie sehen uns andere? Was erwarten Kostenträger? Wie sieht eine diakonische Vision für die Beschäftigung von Randgruppen 2025 aus?

Flyer mit Anmeldeformular zum Herunterladen: hier

Bei der Jahrestagung am 17.09. 2015 sind auch Interessierte aus anderen Bereichen und Verbänden willkommen.
Bitte melden Sie sich bis 15.08.2015 bei sgampper@efas-web.de an.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Streit um SGB-II-Sanktionen

Bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales am Montagnachmittag sprach sich eine Mehrheit der geladenen Experten für die Beibehaltung von Sanktionsmöglichkeiten im Bereich der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) aus. Vertreter aus dem Bereich der Wirtschaft nannten das System der Sanktionen ausgewogen. Auch Landkreistag und Städtetag sprachen sich - ebenso wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gegen eine generelle Abschaffung oder ein Moratorium der Sanktionen aus, wie es die Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen in Anträgen gefordert hatten. Eine klare Ablehnung der Sanktionsregelungen kam von der Diakonie Deutschland.

Deutscher Bundestag,
http://www.bundestag.de/presse/hib/2015_06/-/380886

Geringe Arbeitsmarktchancen für Ungelernte

Das Risiko, von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein, hängt sehr stark mit der jeweiligen Qualifikation einer Person zusammen. Die Niveaus der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten sind seit Jahren stabil und unterstreichen die Bedeutung von Bildungsinvestitionen.

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Bessere Chancen mit mehr Bildung,
http://doku.iab.de/kurzber/2015/kb1115.pdf

Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose: Pro-Kopf-Budget leicht gestiegen

In den letzten Jahren wurden die Gelder für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen bei Menschen im „Hartz IV“-System stark zusammengestrichen. Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen blieb daher pro Kopf immer weniger übrig. Unter Ministerin Nahles ist das Budget für den einzelnen Förderkandidaten nun wieder leicht gestiegen. Von einer Trendwende zu sprechen wäre jedoch übertrieben.

O-Ton Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose: Pro-Kopf-Budget leicht gestiegen,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/arbeitsmarktpolitik-fuer-langzeitarbeitslose-pro-kopf-budget-leicht-gestiegen

Studie ermittelt Ressourcen von Langzeitarbeitslosen

Das Klischee des arbeitsunwilligen und passiven Langzeitarbeitslosen ist weit verbreitet. Dabei ist tatsächlich wenig bekannt über ihren Lebensalltag und ihre Potentiale. Eine Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Zusammenarbeit mit dem EFAS füllt diese Lücke. Sie hat eine Reihe von Ressourcen Langzeitarbeitsloser ermittelt, die die arbeitsmarktpolitische Förderung berücksichtigen sollte.

O-Ton Arbeitsmarkt, http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/menschen-am-rande/studie-ermittelt-ressourcen-von-langzeitarbeitslosen 

Allein mit Kind macht arm

Wie neue Auswertungen des WSI-GenderDatenPortals zeigen, hängt das Armutsrisiko hierzulande stark von der familiären Situation ab: Am höchsten ist der Anteil der Haushalte, die weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Einkommens zur Verfügung haben, mit über 35 Prozent unter den Alleinerziehenden.

Hans Böckler Stiftung, http://www.boeckler.de/54260_54280.htm

Langzeitarbeitslos seit mehr als drei Jahren – Länderüberblick

Langzeitarbeitslose in Deutschland im Sinne der offiziellen Statistik sind mindestens ein Jahr arbeitslos – und haben in dieser Zeit, mit Ausnahme der Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung, an keiner arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilgenommen. Bundesweit betraf das 2014 mehr als eine Million Menschen, darunter über 350.000, die bereits länger als drei Jahre arbeitslos waren. Diese Zahlen werden von der Bundesagentur für Arbeit auch für die Bundesländer veröffentlicht.
O-Ton Arbeitsmarkt, http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/langzeitarbeitslos-seit-mehr-als-drei-jahren-laenderueberblick

Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose: Expertenanhörung im Bundestag

Die Opposition fordert Reformen bei der Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose. Ihre Anträge wurden am Montag im Ausschuss für Arbeit und Soziales mit Sachverständigen diskutiert. Im Gespräch mit O-Ton positionierten sich zudem die arbeitsmarktpolitischen Sprecher der Parteien.
O-Ton Arbeitsmarkt, http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/arbeitsmarktpolitik-fuer-langzeitarbeitslose-expertenanhoerung-im-bundestag

Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose – Vier Fragen an Maria Loheide, Diakonie Deutschland

Immer weniger Langzeitarbeitslose erhalten immer weniger sinnvolle arbeitsmarktpolitische Förderung. Die Diakonie Deutschland fordert daher eine Umkehr des Sparkurses der Bundesregierung und neue Beschäftigungs- und Finanzierungskonzepte. Maria Loheide erläutert im Gespräch mit O-Ton Arbeitsmarkt die Position der Diakonie.
O-Ton Arbeitsmarkt, http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/menschen-am-rande/arbeitsmarktpolitik-fuer-langzeitarbeitslose-vier-fragen-an-maria-loheide-diakonie-deutschland

Negativrekord 2014: Mehr als eine halbe Milliarde Euro Eingliederungsmittel in Verwaltungskostenetat der Jobcenter umgeschichtet

Die Höhe der umgeschichteten Mittel bei den Jobcentern hat 2014 einen neuen Negativrekord erreicht. Mehr als eine halbe Milliarde Euro - fast 15 Prozent der Eingliederungsmittel - wurden nicht wie vorgesehen für Qualifizierungen oder andere Fördermaßnahmen eingesetzt, sondern gingen in den Verwaltungsetat und wurden nahezu restlos ausgegeben.

Brigitte Pothmer, MdB, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik der Grünen,
http://www.pothmer.de/fileadmin/media/MdB/pothmer_de/brigitte_pothmer_arbeitsmarktpolitische/2012_pothmer/Aktuelle_Bilder/2015/150327_Auswertung_Verwaltungskosten_ergaenzt.pdf

Hartz IV-Empfänger: Weniger als die Hälfte ist offiziell arbeitslos

Im Oktober 2014 gab es über 4,3 Millionen erwerbfähige Hartz IV-Empfänger, aber weniger als die Hälfte von ihnen gilt als arbeitslos im Sinne der Statistik. Mit 58 Prozent wird der überwiegende Teil nicht zu den Arbeitslosen gezählt. Das zeigt der aktuelle Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit.

O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/hartz-iv-empfaenger-weniger-als-die-haelfte-ist-offiziell-arbeitslos-2

EFAS veranstaltet fünf Regionalkonferenzen Arbeitsmarktpolitik 2015 im Bundesgebiet

auch zum Jahreswechsel bleibt es in der Arbeitsmarktpolitik dynamisch:
 
Anfang November 2014 hat die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ihre mit Spannung erwarteten Eckpunkte der Arbeitsmarktpolitik vorgelegt. Geplant sind zwei verschiedene Programme im Bereich öffentlich geförderter Beschäftigung. Interessierte Jobcenter haben ihre Bewerbung eingereicht.
 
Die Machbarkeit des Passiv-Aktiv-Transfer wird weiterhin parteiübergreifend diskutiert.
 
Der europäische Gesetzgeber hat seine Mitgliedsstaaten aufgefordert das Vergaberecht zu reformieren. Von der Vergabereform sind auch Träger und Angebote der sozialen Daseinsvorsorge betroffen.
 
Ihnen als Teilnehmer stehen die verschieden Unterlagen zum Herunterladen zur Verfügung:
 
Wichtige Unterlagen als Grundlage der Regionalkonferenz:
 
Unterlagen zu den zwei Bundesprogrammen:
-       Arbeitsministerin Nahles  im Ausschuss Arbeit + Soziales am 6.11.2014
-       Foliensatz des BMAS – zum Bundes-ESF-Programm zur Eingliederung von Langzeitarbeitslosen
-       Foliensatz des Bundesverwaltungsamtes zum Bundes-ESF-Programm zur Eingliederung Langzeitarbeitsloser
-       FAQ zum Bundes-ESF-Programm finden Sie hier: 
http://www.bva.bund.de/DE/Organisation/Abteilungen/Abteilung_II/Zuwendung_Themen/Themenbereich_Arbeit_Soziales/Langzeitarbeitslosigkeit   /Langzeitarbeitslosigkeit_node.html

 
  Unterlagen zur Vergabereform:
-       Konzessionsrichtlinie EU
-       Sektorenverordnung EU
-       Vergaberichtlinie EU
-       Eckpunktepapier der  Bundesregierung zur Vergabereform
 
Assistierte Ausbildung:
-       Allianz für Aus- und Weiterbildung – 2015-2018
-       Gesetzentwurf assistierte  Ausbildung
 
Unterlagen zum Landesprogramm Brandenburg:
-       Fördermodelle – Vortrag Susanne Kretschmer
-       Projektauswahl – Vortag Anja Bergner
-       RL – MASGF – Vortrag  Jörg Jurkeit
-       ZAB Arbeit – Vortrag Antje Kühnert
 
Kleine Anfragen an die Bundesregierung:
-       Kleine Anfrage zu Asylbewerber
-       Kleine Anfrage zu Arbeitsmarktdienstleistungen
-       Kleine Anfrage zur Umsetzung arbeitsmarktpolitischer Dienstleistungen

Regionalkonferenz Arbeitsmarktpolitik 2015

Anfang November 2014 hat die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ihre mit Spannung erwarteten Eckpunkte der Arbeitsmarktpolitik vorgelegt. Geplant sind zwei verschiedene Programme im Bereich öffentlich geförderter Beschäftigung. Interessierte Jobcenter haben ihre Bewerbung eingereicht.
Die Machbarkeit des Passiv-Aktiv-Transfer wird partei-übergreifend diskutiert. Der europäische Gesetzgeber hat seine Mitgliedsstaaten aufgefordert das Vergaberecht zu reformieren. Von der Vergabereform sind auch Angebote der sozialen Daseinsvorsorge betroffen.
Wie im vergangen Jahr möchten wir auch in diesem Jahr wieder zu Regionalkonferenzen Arbeitsmarktpolitik einladen, um Sie zu folgenden Fragestellungen zu informieren und mit Ihnen ins Gespräch kommen: Was ist von den Programmen des Bundesarbeitsministeriums zu erwarten und wie können sich Träger einbringen und partizipieren?
  • Welche Auswirkungen sind von der Vergabereform zu erwarten?
  • Wie ist der aktuelle Diskussionsstand zu öffentlich geförderter Beschäftigung?
  • Vor welchen Herausforderungen stehen die Träger von Beschäftigungsangeboten?
 An folgenden Terminen finden die Regionalkonferenzen statt:
Frankfurt: Dienstag, 03.03.2015
Nürnberg: Mittwoch, 11.03.2015
Stuttgart: Dienstag, 17.03.2015
Düsseldorf: Freitag, 20.03.2015
Berlin: Dienstag, 24.03.2015
Leipzig: Mittwoch, 25.03.2015

Der Flyer zum Herunterladen hier
Das Anmeldeformular zum Herunterladen hier

Die vergessenen 360.000 – Ein Einblick in das Leben von Menschen ohne Wohnung

Der Wind pfeift eisig durch die Fußgängerzone in Münsters Haupteinkaufsstraße. Menschen drängen sich an den vielen Buden des Münsteraner Weihnachtsmarktes. Es riecht nach Glühwein und gebrannten Mandeln. Ein Karussell spielt Weihnachtsmusik. Fußgänger bleiben an festlich erleuchteten Schaufenstern stehen, selbst schon mit schweren Einkaufstüten beladen. An einer Häuserecke, neben einem Mülleimer, sitzt Wolfgang Freitag auf seinem Rollator und beobachtet das Treiben.

O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/menschen-am-rande/die-vergessenen-360-000-ein-einblick-in-das-leben-von-menschen-ohne-wohnung

Europäisches Arbeitslosengeld – Kein Thema mehr?

Im Sommer mehrten sich die Berichte über eine europäische Arbeitslosenversicherung. Inzwischen ist es ruhig geworden um die Pläne des ehemaligen EU-Kommissars László Andor. Ist die Idee passé? O-Ton hat mit Europaabgeordneten von CDU, SPD und Grünen über den Stand der Diskussion gesprochen.

O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/europaeisches-arbeitslosengeld-kein-thema-mehr

Arbeitslosigkeit behindert die Umsetzung von Lebenszielen

Für Arbeitslose sind Lebensziele genauso wichtig wie für erwerbstätige Menschen, allerdings hindert die Arbeitslosigkeit sie an deren Umsetzung. Das ergab eine Studie von Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Arbeitslosigkeit behindert Menschen, ihr volles Potential auszuschöpfen und sich selbst zu verwirklichen, so die Forscher.

Karsten Ingmar Paul, Jaana Vastamäki, Klaus Moser.Frustration of Life Goals Mediates the Negative Effect of Unemployment on Subjective Well-Being.
http://download.springer.com/static/pdf/253/art%253A10.1007%252Fs10902-014-9603-7.pdf?auth66=1419260600_bc5f14924e438b745f0de4ca5983435d&ext=.pdf

Jeder fünfte Erwerbslose länger als vier Jahre auf Arbeitssuche

Jeder fünfte Erwerbslose in Deutschland war 2013 bereits vier Jahre oder länger auf Arbeitssuche. Das Risiko einer sehr langen Dauer der Arbeitssuche nimmt mit dem Alter zu. Bei den über 55-Jährigen bemühten sich bereits 34 Prozent der Erwerbslosen seit mehr als vier Jahren um eine Beschäftigung. Das zeigen Daten aus dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes.
O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/jeder-fuenfte-erwerbslose-ist-laenger-als-vier-jahre-auf-arbeitssuche-2

Hauptsache Arbeit: Wenn Langzeitarbeitslose von der Maßnahme ins Ehrenamt wechseln

Bei dem arbeitsmarktpolitischen Träger Soziales Werk – Das Netz in Oelsnitz ist im Sommer die Bürgerarbeit ausgelaufen. Von den sieben Teilnehmern arbeiten nun sechs als Ehrenamtliche, für deutlich weniger Geld und ohne Betreuung und Qualifizierung. Der Träger findet das problematisch, möchte den Langzeitarbeitslosen aber eine Beschäftigung geben. Ein Gespräch mit Thomas Kebschull, Tobias Odoj und der Ehrenamtlichen Frau Rubner über die Gratwanderung zwischen Auffangen der arbeitsmarktpolitischen Sparmaßnahmen und Ausbeutung
O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/menschen-am-rande/hauptsache-arbeit-wenn-langzeitarbeitslose-von-der-massnahme-ins-ehrenamt-wechseln

Zahl der Hartz IV-Empfänger gestiegen – Hälfte seit über vier Jahren im Bezug

2014 ist die Zahl der Hartz IV-Empfänger auf über 6,12 Millionen gestiegen. Fast die Hälfte von ihnen ist seit über vier Jahren im Leistungsbezug. Annähernd zwei Drittel beziehen seit mehr als zwei Jahren staatliche Sozialleistungen. Das zeigen neueste Daten der Bundesagentur für Arbeit.
Bundesagentur für Arbeit, Verweildauern im SGB II,
http://statistik.arbeitsagentur.de/nn_32182/SiteGlobals/Forms/Rubrikensuche/Rubrikensuche_Suchergebnis_Form.html?view=processForm&resourceId=210358&input_=&pageLocale=de&topicId=31688&region=&year_month=201406&year_month.GROUP=1&search=Suchen

Bundesländer fordern Änderungen bei den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen

Die Bundesländer sehen Änderungsbedarf bei den Förderinstrumenten für Arbeitslose. In einem Eckpunktepapier fordern sie unter anderem, Ein-Euro-Jobs nur noch als Ultima Ratio zu nutzen, Prämien für die Teilnahme an längerfristigen Weiterbildungsmaßnahmen zu zahlen und ehemalige Langzeitarbeitslose auch im Job zu betreuen. Die Vorschläge sollen bei den bevorstehenden Gesetzesänderungen berücksichtigt werden. Lediglich Bayern trägt das Papier nicht mit.
Eckpunktepapier, Gesetzlicher Änderungsbedarf bei den Förderinstrumenten im SGB II und SGB III aus Sicht der Länder in der Arbeitsgruppe Eingliederung,
http://www.initiative-pro-arbeit.de/images/LandAG_1411.pdf

Förderung Langzeitarbeitsloser: Diskussion im Bundestag

Fraktionsvertreter im Bundestag diskutierten Mitte November über Andrea Nahles‘ Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit. Anlass war ein Antrag der Linken, die Bundesregierung solle „unverzüglich“ einen Gesetzentwurf zur Förderung der Betroffenen vorlegen.
Deutscher Bundestag, Protokoll der 66. Sitzung vom 13.11.2014, Debatte ab S.6176ff,
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/18/18066.pdf#P.6187

Langzeitarbeitslose: Details zum Konzept von Arbeitsministerin Nahles

Weil Langzeitarbeitslose kaum von der guten Arbeitsmarktlage profitieren, will das Arbeitsministerium sie mit vier Projekten stärker fördern. Geplant sind eine intensivere Betreuung und Gesundheitsförderung sowie Lohnkostenzuschüsse. Bei besonders Arbeitsmarktfernen können diese bis zu 100 Prozent betragen – allerdings nur, wenn gesundheitliche Probleme vorliegen oder die Betroffenen mit Kindern zusammenleben. Das geht aus dem Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit hervor, das Ministerin Nahles im Sozialausschuss vorgestellt hat.
Deutscher Bundestag, Initiative für Langzeitarbeitslose.
http://www.bundestag.de/presse/hib/2014_11/-/339076

CDU-Abgeordnete schlagen Modellprojekt zum Passiv-Aktiv-Transfer vor

Besonders arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose benötigen eine intensivere Förderung. Dieser Meinung sind die CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Weiß, Matthias Zimmer, Jutta Eckenbach, Martin Pätzold, Gabriele Schmidt und Kai Whittaker. Sie schlagen für diese Personen daher ein Modellprojekt mit sozialversicherungspflichtigen, öffentlich geförderten Arbeitsplätzen vor, die mittels Passiv-Aktiv-Transfer (PAT) finanziert werden.
O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/cdu-abgeordnete-schlagen-modellprojekt-zum-passiv-aktiv-transfer-vor

Bundesagentur für Arbeit: Mehr als jede dritte offene Stelle in der Leiharbeit

Im September 2014 wurden der Bundesagentur für Arbeit 518.000 offene Stellen gemeldet. Rund 176.500 dieser Stellen – 34 Prozent – entfielen dabei auf die Arbeitnehmerüberlassung. Damit ist mehr als jeder dritte über die BA zu besetzende Arbeitsplatz ein Leiharbeitsverhältnis.
O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/bundesagentur-fuer-arbeit-mehr-als-jede-dritte-offene-stelle-in-der-leiharbeit

2,9 Millionen Arbeitslose – 6,9 Millionen Hartz IV- und Arbeitslosengeldempfänger

Weil Langzeitarbeitslose kaum von der guten Arbeitsmarktlage profitieren, will das Arbeitsministerium sie mit vier Projekten stärker fördern. Geplant sind eine intensivere Betreuung und Gesundheitsförderung sowie Lohnkostenzuschüsse. Bei besonders Arbeitsmarktfernen können diese bis zu 100 Prozent betragen – allerdings nur, wenn gesundheitliche Probleme vorliegen oder die Betroffenen mit Kindern zusammenleben. Das geht aus dem Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit hervor, das Ministerin Nahles im Sozialausschuss vorgestellt hat.
Deutscher Bundestag, Initiative für Langzeitarbeitslose
http://www.bundestag.de/presse/hib/2014_11/-/339076

Bilder vom Fachtag und von der Mitgliederversammlung 2014 in Frankfurt

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

 

EFAS Jahrestagung 2014 „Soziales Unternehmertum – sozial innovativ“ am 29.09.2014 in Frankfurt / M.

In dieses Jahr haben wir mit unsrer Jahrestagung zum Sozialen Unternehmertum den Blick in die Zukunft gerichtet. Schon vor drei Jahren in Erfurt hatten wir uns mit diesem Themenfeld, jedoch eher in Abgrenzung zum Thema „social entrepreneurship“ beschäftigt. Damals wurde deutlich, dass die Wohlfahrtspflege meist qualitativ anspruchsvoller wirkt und nachhaltiger arbeitet.
Daran anknüpfend haben wir uns in diesem Jahr damit auseinandergesetzt, welche Entwicklungen auf EU-Ebene im Kontext des Sozialen Unternehmertums auf uns zukommen. Die anlaufende EU-Förderperiode hat bei diesem Thema Schwerpunkte gesetzt und viele Mittel hinter der Programmatik gebunden. Aus wissenschaftlicher Sicht wurde bestätigt und ermuntert, sich des Marktpotentials – das vergleichbar mit dem der Autoindustrie ist – bewusst zu werden und uns und unsere Arbeit selbstbewusst darzustellen. Hierbei hat uns das Thema der Messbarkeit von sozialen Wirkungen beschäftigt, es gab Beispiel zu bereits durchgeführten Ansätzen. Die Stadt Münster z.B. berücksichtigt heute schon bei der Vergabe von Projektmitteln die Socialrenturn-on-investment-Prognose.
Die EU setzt verstärkt auf das Engagement von Privater Seite im sozialen Sektor. Diese Entwicklungen gilt es zu beobachten und zu begleiten. Zum einen zu schauen, an welchen Stellen auch unsere Unternehmen davon profitieren können, zum anderen aber auch immer wieder auf den klassischen Wohlfahrtsansatz hin zuweisen: Nicht nur Nieschen sind zu bedienen, sondern für alle Rat- und Hilfesuchenden nachhaltig Angebote zu machen.  Es wurde deutlich, dass uns das Thema Soziales Unternehmertum und die Darstellung der Wirkung in den nächsten Jahren weiter beschäftigen wird, der EFAS wird dran bleiben.

Statistische Erhebung 2014

Um politisch glaubwürdig argumentieren zu können, benötigen wir verlässliche und möglichst vollständige Daten. Um diese zu erheben, haben bereits 2011, 2012 und 2013 die drei großen evangelischen Bundesfachverbände EFAS (ev. Fachverband für Arbeit und soziale Integration), EJSA (ev. Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit) und EREV (ev. Erziehungsverband) mit den jeweiligen Gliedkirchlichen Werken eine statistische Erhebung der evangelischen Jugendberufshilfe und Arbeits- bzw. Beschäftigungshilfe durchgeführt.

Seit 2012 und 2013 ist die IDA (Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit im Deutschen Caritasverband) bei der Befragung ebenfalls mit dabei.
 
Auch für 2014 wollen wir wieder eine Befragung durchführen und diakonische, evangelische und katholische Projekte / Unternehmen erfassen und eine breite Datengrundlage schaffen, um politisch glaubwürdig argumentieren zu können.

Der Statistikbogen steht unter http://www.efas-statistik.de zur Bearbeitung bereit.

Erwerbsunfähig oder arbeitslos? Gießener Arbeitsmarktprojekt lotet Grenzen aus

Langzeitarbeitslose vor der Erwerbsunfähigkeit bewahren und Erwerbsunfähige wieder fit für den Arbeitsmarkt machen, das ist das Ziel von „Auffordern statt Aufgeben“ (AsA), einem Arbeitsmarktprojekt des Landkreises Gießen. Die verrentete Johanna Richter (39)* hat es durch AsA bis zum Ausbildungsabschluss geschafft. Stefan Henkel (25)* hilft das Programm beim Kampf gegen seine Suchterkrankung. (*Namen geändert)
O-Ton Arbeitsmarkt, Erwerbsunfähig oder arbeitslos? Gießener Arbeitsmarktprojekt lotet Grenzen aus,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/menschen-am-rande/erwerbsunfaehig-oder-arbeitslos-giessener-arbeitsmarktprojekt-lotet-grenzen-aus

Neues von CDU und SPD zum Sozialen Arbeitsmarkt

Die ostdeutschen SPD-Abgeordneten fordern einen auf Dauer angelegten öffentlichen Beschäftigungssektor. Und auch bei der CDU gibt es Bewegung. In einem 4-Punkte-Programm zur Neuordnung des zweiten Sozialgesetzbuchs spricht sich die Abgeordnete Jutta Eckenbach für einen Sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose aus.
O-Ton Arbeitsmarkt, Sozialer Arbeitsmarkt: Neues von CDU und SPD,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/sozialer-arbeitsmarkt-neues-von-cdu-und-spd

Langzeitarbeitslose: 20.000 mehr durch Statistikänderung

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) passt ihre statistischen Erfassungsmethoden laufend an. Im August traf es die Arbeitslosenstatistik. Die Generalüberholung berücksichtigt unterschiedliche Verfahrensverbesserungen der letzten Jahre und zeigt: Bisher wurde die Zahl der Langzeitarbeitslosen zu niedrig ausgewiesen. So gab es im Juli 2014 nach alter Statistik und Erfassungsmethode 1,064 Millionen Langzeitarbeitslose, nach neuer Methode sind es allerdings 1,085 Millionen – 21.500 mehr.
Bundesagentur für Arbeit, Neuaufbereitung der Arbeitslosenstatistik,
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Methodenberichte/Arbeitsmarktstatistik/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Neuaufbereitung-Arbeitslosenstatistik.pdf

Alles Theater - oder was?!

Vorhang auf zur nunmehr achten Fachtagung der großen Fachverbände, die sich in diesem Jahr mit dem Schwerpunk „Gelingende Bildungsprozesse in der Jugendberufshilfe“ beschäftigt.

vom 17. - 18.11.2014 in Eisenach
 
Wikipedia unterscheidet in 64 Theatergenres. Wir beschränken uns – zeitbedingt – auf wenige Gattungen. Laienspiel, Theater der Grausamkeit oder Rührstück sollen nicht
gegeben werden. Von der Darstellung der politischen Rahmenbedingungen
dürfen Sie zwar kein experimentelles Theater erwarten, wohl aber dezidierte Einblicke über den Horizont eines Guckkastentheaters hinaus.
Aus dem analytischen Drama der Betrachtung von Ausbildungsabbrüchen eröffnet sich die Chance, zusammen mit anderen Teilnehmer(-innen) ein positives Ideendrama für Ihre berufliche Praxis zu entwickeln. Sie erfahren, dass sich echte Partizipation deutlich von Theater für Alle unterscheidet und prekäre Arbeitsverhältnisse für viele Ensemblemitglieder an absurdes Theater erinnern.

Aber Sie profitieren im überschaubaren Rahmen, wie im Forumtheater, unter anderem von der Präsentation erfolgreicher Modelle der Mitarbeiterentwicklung und -pflege.
In der Jugendberufshilfe trifft Realität großes Theater, wir freuen uns, wenn Sie dabei sind.

Zielgruppe
Verantwortliche in Einrichtungen der Jugend(berufs-)hilfe und der
Beruflichen Bildung, Mitarbeitende der Bundesagentur für Arbeit,
Kooperationspartner und alle am Thema Interessierten.

Flyer hier

„Teilhabe braucht Arbeit“ am 9. Oktober 2014 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart

Gemeinsam mit der ag Arbeit in Baden-Württemberg und der Neuen Arbeit Stuttgart lädt der EFAS zum bundesweiten Fachtag:
 „Teilhabe braucht Arbeit“ am 9. Oktober 2014 in das Haus der Wirtschaft nach Stuttgart ein.
Die Instrumentenreform der alten Regierung hat insbesondere bei öffentlich geförderter Beschäftigung negative Auswirkungen. Die Platzzahlen sind fast halbiert und Bürgerarbeit läuft Ende dieses Jahres aus. In diese Lücke sind verschiedene Bundesländer mit eigenen Programmen gesprungen. Am bekanntesten ist die Umsetzung eines virtuellen PASSIV-AKTIV-TRANSFER (PAT) in Baden-Württemberg.  Aber auch dieses, wie alle anderen Landesprogramme sind nur modellhafte Impulse und können die entstandenen Lücken bei öffentlich geförderter Beschäftigung nicht schließen. Gemeinsam mit prominenten Vertretern aus Politik und Wissenschaft wollen wie eine Übertragung  von der Landes- auf die Bundesebene diskutieren, damit der PAT nicht nur virtuelles Modell bleibt, sondern reales Regelinstrument wird.
Die Einladung finden Sie hier

Bildungsreise "Beschäftigung und Soziales in der EU" vom 01. bis 03. Dezember 2014 nach Brüssel

vom 01. bis 03. Dezember 2014 veranstaltet der EFAS Fachverband e.V. eine Bildungsreise unter dem Motto

"Beschäftigung und Soziales in der EU" nach Brüssel.

Diese Bildungsreise ermöglicht eine strukturierte Vorbereitung auf die aktuelle Förderperiode 2014 - 2020.
Es werden wesentliche Informationen zu den verschiedenen Förderprogrammen aufgezeigt. Aktuelle und zukünftige Optionen bei der EU-Förderung für Träger der Arbeitsintegration und Langzeitarbeitslosenhilfe werden dargestellt und anhand von konkreten Projektideen Ansätze zur Umsetzung entwickelt.
Ein Besuch der Europäischen Kommission, eines Europaabgeordneten, sowie die Vorstellung der Arbeit der EU-Vertretung, Diakonie Deutschland in Brüssel und der Eurodiaconia runden das Programm ab.

Anmeldeschluß ist der 03.11.2014.

Nähere Informationen können Sie dem Flyer hier

Steuerrecht - Aktuelles zur Rechnungslegung und zum Steuerrecht 2014 mit Praxisbeispielen

Termine:
08. Oktober 2014           Hannover
30. Oktober 2014           Frankfurt/M.
 
Da die korrekte Handhabung der Umsatzsteuer in Beschäftigungsunternehmen die Geschäftsführung oft vor Herausforderungen stellt, bietet der EFAS erneut ein Tagesseminar zu diesem Thema an.
 
Themen:
Aktuelles zur Rechnungslegung und z. Steuerrecht  2014 mit Praxisbeispielen
Neue Verwaltungsrichtlinien durch das Ehrenamtsstärkungsgesetz
Einzelfragen zur Umsatzsteuer
E-Government, E-Partizipation–Digitalisierung des Rechnungswesen
Aktuelles zur Rechnungslegung
Pflichten der Geschäftsführung in der Krise
 
Anhand von Beispielen aus der Praxis werden konkrete Hilfestellungen für gemeinnützige Beschäftigungseinrichtungen gegeben.
Themenwünsche oder spezielle Problemlagen  der Teilnehmenden werden sehr gerne berücksichtigt
 
Flyer Steuerrecht Hannover hier
Flyer Steuerrecht Frankfurt hier
 

Nicht einmal jeder zehnte Langzeitarbeitslose erhält arbeitsmarktpolitische Förderung

Nicht einmal jeder Zehnte der insgesamt 1,05 Millionen Langzeitarbeitslosen nahm 2013 an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teil. Das hat eine Anfrage der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Grünen, Brigitte Pothmer, ergeben. Zudem ist die Aktivierungsquote in den letzten Jahren deutlich von 14,8 Prozent im Jahr 2009 auf 9,5 Prozent im Jahr 2014 gesunken.
Brigitte Pothmer (Bündnis 90/Die Grünen), Immer weniger Förderung von Arbeitslosen – Langzeitarbeitslose und Berufsrückkehrerinnen werden sträflich vernachlässigt, http://www.pothmer.de/fileadmin/media/MdB/pothmer_de/brigitte_pothmer_arbeitsmarktpolitische/2012_pothmer/PDF/Politische_Initiativen/Auswertung_Aktivierungsquoten.pdf

Öffentlich geförderte Beschäftigung: Minus 56 Prozent seit 2010

Immer weniger Langzeitarbeitslose werden mit Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung (ögB) gefördert. Der stärkste Rückgang ist seit 2010 zu beobachten. Seither haben sich die Teilnehmerzahlen von etwa 344.000 auf rund 152.000 Personen im Jahr 2013 mehr als halbiert (minus 56 Prozent).
O-Ton Arbeitsmarkt, Öffentlich geförderte Beschäftigung: Minus 56 Prozent seit 2010, http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/oeffentlich-gefoerderte-beschaeftigung-minus-56-prozent-seit-2010

Warum es in Deutschland „nur“ rund 3 Millionen Arbeitslose, aber 7 Millionen Hartz IV- und Arbeitslosengeldempfänger gibt

Fast drei Millionen Arbeitslose zählte die offizielle Statistik im April 2014. Doch mit über 7 Millionen waren deutlich mehr als doppelt so viele Menschen in Deutschland abhängig von Arbeitslosengeld oder Hartz IV-Leistungen – darunter etwa 1,7 Millionen Kinder. Denn nur einen Teil derer, die ihren Lebensunterhalt mit staatlicher Unterstützung bestreiten müssen, zählt die Bundesagentur für Arbeit auch tatsächlich zu den Arbeitslosen.
O-Ton Arbeitsmarkt, Warum es in Deutschland „nur“ rund 3 Millionen Arbeitslose, aber 7 Millionen Hartz IV- und Arbeitslosengeldempfänger gibt, http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/newsletter/warum-es-in-deutschland-nur-rund-3-millionen-arbeitslose-aber-7-millionen-hartz-iv-und-arbeitslosengeldempfaenger-gibt

EFAS Jahrestagung „Soziales Unternehmertum – sozial innovativ“ am 29.9.2014 in Frankfurt/M.

Thema der Jahrestagung wird sein: „Soziales Unternehmertum – sozial innovativ“
Soziales Unternehmertum und soziale Innovationen sind nicht nur in der Europäischen Union Themen der Zukunft.
Zum aktuellen Stand der Diskussion zum Sozialen Unternehmertum auf europäischer Ebene wird die Leiterin der Vertretung der Diakonie in Brüssel, Frau OKRin Katharina Wegner berichten.
Wir werden uns mit Wissenschaft zum „Marktpotential von Sozialunternehmen“ austauschen. Neben Informationen zur aktuellen EU-Förderpolitik wird es einen Ideenworkshop zu sozialen Innovationen geben. Ein Praxisbeispiel soll zeigen, wie die Weiterentwicklung zum Sozialunternehmertum erfolgen kann.
Zudem wollen wir uns mit der Messbarkeit von sozialen Auswirkungen, möglichen Methoden aus Sicht der Wissenschaft und EU und Beispielen bereits erfolgter Anwendung von Messsystemen befassen.
Auch in diesem Jahr freuen wir uns auf eine spannende Jahrestagung mit interessanten Impulsen und hilfreichem Austausch.

Flyer zum Herunterladen hier

Anmeldeformular zum Herunterladen hier

NRW geht neue Wege bei der Förderung von Langzeitarbeitslosen

Nordrhein-Westfalen fördert Langzeitarbeitslose mit dem landeseigenen Arbeitsmarktprogramm „Öffentlich geförderte Beschäftigung“. Menschen, die keinen regulären Arbeitsplatz finden, arbeiten zwei Jahre lang sozialversicherungspflichtig bei öffentlichen oder gemeinnützigen Trägern. 75 Prozent des Lohnes finanzieren die Jobcenter. Einer der Träger ist die HAZ Arbeit + Zukunft in Hattingen. O-Ton Arbeitsmarkt hat das Programm vorgestellt und zwei Teilnehmerinnen portraitiert.
O-Ton Arbeitsmarkt, NRW geht neue Wege bei der Förderung von Langzeitarbeitslosen,  http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/menschen-am-rande/nrw-geht-neue-wege-bei-der-foerderung-von-langzeitarbeitslosen

Zahl der Hartz IV-Empfänger gestiegen – Hälfte seit über vier Jahren im Bezug

2013 ist die Zahl der Hartz IV-Empfänger auf über 6,04 Millionen gestiegen. Fast die Hälfte von ihnen ist seit über vier Jahre im Leistungsbezug. Annähernd zwei Drittel bezogen seit über zwei Jahren staatliche Sozialleistungen. In den neuen Bundesländern ist der Anteil der Langzeitbezieher besonders hoch.

O-Ton Arbeitsmarkt, Zahl der Hartz IV-Empfänger gestiegen – Hälfte seit über vier Jahren im Bezug, http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/newsletter/zahl-der-hartz-iv-empfaenger-gestiegen-haelfte-seit-ueber-vier-jahren-im-bezug

Wohlfahrtsverbände kritisieren Arbeitsmarktprogramm für Langzeitarbeitslose

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Hessen hält das Arbeitsmarktprogramm Perspektiven in Betrieben für völlig unzureichend. In einem offenen Brief an Arbeitsministerin Andrea Nahles kritisieren die Wohlfahrtsverbände die Pläne des Ministeriums. Das Programm sei nicht geeignet, um arbeitsmarktferne Menschen langfristig in Arbeit zu bringen oder ihnen Teilhabe zu ermöglichen.
Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V., Programm Sozialer Arbeitsmarkt: „Perspektive in Betrieben“, offener Brief an Bundesministerin Nahles, http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/wp-content/uploads/Offener-Brief-Nahles-Sozialer-Arbeitsmarkt.pdf

Wege zum professionellen Anleiten und Begleiten

Fachtagung: Umgang mit Menschen mit Behinderung und psychischen Einschränkungen

In Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften und deren Integrationsabteilungen und Integrationsunternehmen arbeiten Menschen mit und ohne Einschränkungen zusammen. Die Produkte und Dienstleistungen, die von diesen Unternehmen erbracht werden, müssen am Markt wettbewerbsfähig sein. Dies erfordert leistungsfähige Prozesse, in denen alle MitarbeiterInnen reibungslos zusammenarbeiten. Um sich damit auseinander zu setzen laden wir sie herzlich ein zu:
 
Wege zum professionellen Anleiten und Begleiten innerhalb des Arbeitsprozesses von Menschen mit Behinderung und psychischen Einschränkungen in Beschäftigungs-
und Qualifizierungsgesellschaften und Integrationsunternehmen
 
Die Teilnehmer sollen Sicherheit im Umgang mit Menschen mit Einschränkungen und deren Umfeld bekommen. Wissen und Kompetenz verringern Missverständnisse und Konflikt. Dadurch können Arbeitsabläufe reibungsfreier gestaltet werden.
Die Tagung besteht aus einem Basis und einen Aufbauseminar. Diese Tagesseminare können sowohl einzeln als auch in Kombination wahrgenommen werden.
 
Die Tagungsorte und Termine sind:
Basisseminar: am 12.06.2014 in Hannover, am 13.06.2014 in Düsseldorf, am 16.06.2014 in Leipzig, am 29.07.2014 in Stuttgart

Aufbauseminar: am 16.07.2014 in Leipzig,am 10.10.2014 in Hannover, am 04.11.2014 in Stuttgart, am 05.11.2014 in Düsseldorf
 
Bei Interesse melden Sie sich bitte mit dem Anmeldeformular bis 14. Tage vor dem jeweiligen Tagungsbeginn an unter sgampper@efas-web.de. Bitte vergessen Sie nicht den gewünschten Tagungsort anzugeben.
Der Flyer darf gern auch an weitere Interessierte weitergegeben werden.
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
Flyer hier zum Herunterladen
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Fachtag Marketing und politische Lobbyarbeit

Beschäftigung- und Qualifizierunggesellschaften sind vorrangig als Dienstleister in Sozialräumen aktiv. Als multifuntionaler Dienstleister 
aggieren die Träger über die Grenzen der Sozialgesetzbücher hinweg,hochprofessionell und dynamisch auf die sich ständig änderenden 
Rahmenbedigungen der Arbeitsmarktpolitik. Diese Flexibilität nach innen hat ihren Preis - das Außenmarketing gegenüber Jobcentern und Kommunen 
bleibt oft auf der Strecke.

Aufgrund des mehrfach formulierten Bedarfes bei den Reginalkonferenzen Anfang des Jahres, veranstaltet der EFAS Fachtagungen zu "Marketing und 
politische Lobbyarbeit". Dazu möchten wir Sie herzlich an folgenden Terminen einladen:
Stuttgart:     27.05.2014
Leipzig:      24.06.2014

 
Der Fachtag richtet sich an alle Träger, die Netzwerke mit Kommunen, Kammern und Arbeitgeberverbänden aufbauen wollen, um als Dienstleister arbeitsmarktpolitischer Angebote in der Region anerkannt zu bleiben und nimmt speziell die Kompetenzen und Rahmenbedingungen von Beschäftigungs- und Qualifizierunggesellschaften als soziale Dienstleister in den Blick.
Wir konnten eine ausgewiesene Fachfrau als Referentin gewinnen: Frau Christina Metke hat langjährige Erfahrung in der parlamentarischen Beratung im Bundestag, Landtag und Europäischem Parlament sowie Kompetenzen und Netzwerke als Stadträtin. Sie berät Wohlfahrsverbände und Sozialunternehmen in der politischen Lobbyarbeit.
Bei Interesse melden Sie sich bitte mit dem Anmeldeformular bis 14 Tage vor dem jeweiligen Tagungsbeginn an unter sgampper@efas-web.de. Bitte vergessen Sie nicht den gewünschten Tagungsort anzugeben. 
Der Flyer darf gern auch an weitere Interessierte weitergegeben werden.
Hier kann der Flyer heruntergeladen werden
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Arbeitsmarkt im April: Über 3,78 Millionen Menschen ohne Arbeit

Im April ist die Zahl der Arbeitslosen unter die Dreimillionen-Marke gesunken. 2,943 Millionen Menschen zählte die offizielle Statistik, 111.000 weniger als noch im März. Das gesamte Ausmaß der Menschen ohne Arbeit bildet diese Zahl allerdings nicht ab. Denn etwa 837.000 Menschen, die ebenfalls ohne Arbeit waren, führt die Bundesagentur für Arbeit nicht in der Arbeitslosen-, sondern in der separaten Unterbeschäftigungsstatistik.
O-Ton Arbeitsmarkt, Arbeitsmarkt im April: Über 3,78 Millionen Menschen ohne Arbeit, 
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/arbeitsmarkt-im-april-ueber-378-millionen-menschen-ohne-arbeit

Arbeitsmarktpolitik: BMAS zahlt 325 Millionen Euro Ausgabereste zurück an die Jobcenter

Das Arbeitsministerium ermöglicht den Jobcentern erstmals, nicht verwendete Gelder in das nächste Haushaltsjahr zu übertragen. 2014 stehen hierfür 325 Millionen Euro zur Verfügung. Aber: Die Jobcenter erhalten nicht die Beträge zurück, die sie im Vorjahr eingespart haben. Die Verteilung folgt der Logik der Eingliederungsmittelverordnung.
O-Ton Arbeitsmarkt , BMAS zahlt 325 Millionen Euro Ausgabereste zurück an die Jobcenter,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/newsletter/arbeitsmarktpolitik-bmas-zahlt-325-millionen-euro-ausgabereste-zurueck-an-die-jobcenter


Perspektiven in Betrieben – Förderung für 30.000 Langzeitarbeitslose?

Perspektiven in Betrieben wird zum Bundesprogramm. Für 30.000 Langzeitarbeitslose will die Regierung Lohnkostenzuschüsse zahlen, um sie in der Privatwirtschaft zu beschäftigen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor.
Entwicklung der öffentlich geförderten Beschäftigung, Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen,
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/009/1800940.pdf

Sozialer Arbeitsmarkt: BA-Regionaldirektion Baden-Württemberg positioniert sich

Die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit positioniert sich mit einem Papier über Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitleistungsbezug zum Sozialen Arbeitsmarkt. Die Vorsitzende der Geschäftsführung Eva Strobel bezeichnet den Langzeitleistungsbezug als größte arbeitsmarktpolitische Herausforderung und einen Sozialen Arbeitsmarkt unter bestimmten Gestaltungskriterien als Option.
O-Ton Arbeitsmarkt , Sozialer Arbeitsmarkt: BA-Regionaldirektion Baden-Württemberg positioniert sich,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-aktuell/sozialer-arbeitsmarkt-ba-regionaldirektion-baden-wuerttemberg-positioniert-sich

Uni Bochum: „Hartz IV“-Empfänger sind nicht weniger arbeitsmotiviert als Berufstätige

„Hartz IV“-Empfänger sind weder faul noch unsozial. Das ermittelten Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum. Sie verglichen berufsrelevante Persönlichkeitsprofile von Arbeitslosen und Erwerbstätigen und fanden kaum Unterschiede. Die vorherrschenden Stereotype müssten daher revidiert werden.
Philip Frieg, Rebekka Schulz: Hartz-IV-Empfänger sind nicht „faul“ – Eine Studie zur berufsbezogenen Persönlichkeit von Arbeit Suchenden und Berufstätigen,
http://www.testentwicklung.de/mam/forschungsbericht_jobcenter.pdf

Arbeit und Gesundheit: Fehlender Einfluss auf das Ob und Wie einer Beschäftigung macht krank

Haben Menschen keinen Einfluss darauf, ob sie arbeiten oder wie lange sie arbeiten, schadet dies der Gesundheit. Bei Arbeitslosen äußert sich die fehlende Beschäftigung unter anderem in einem erhöhten Risiko von Depressionen und Alkoholismus. Das ermittelten die Wissenschaftler Andrea Bassanini (OECD) und Eve Caroli (Université Paris-Dauphine).
Andrea Bassanini, Eve Caroli: Is Work Bad for Health? The Role of Constraint vs Choice, IZA, Discussion Paper Nr. 7891, Januar 2014,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-aktuell/arbeit-und-gesundheit-fehlender-einfluss-auf-das-ob-und-wie-einer-beschaeftigung-macht-krank

Keine echte Erhöhung der Mittel für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im Koalitionsvertrag

In ihrem Koalitionsvertrag verspricht die Große Koalition eine Anhebung der Mittel für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen um 1,4 Milliarden Euro in der nächsten Legislaturperiode. Doch was wie eine Umkehr des Sparkurses der letzten Jahre klingt, ist tatsächlich nur eine haushaltstechnische Regelung, um den Jobcentern die Übertragung nicht verwendeter Gelder ins nächste Jahr zu ermöglichen.
O-Ton Arbeitsmarkt, Koalitionsvertrag: Keine echte Erhöhung der Mittel für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-aktuell/koalitionsvertrag-keine-echte-erhohung-der-mittel-fur-arbeitsmarktpolitische-masnahmen

Geringere Arbeitslosenunterstützung erhöht die Arbeitsmotivation? Forscher der Universität Edinburgh widerlegen These der „Hartz“-Reformen

Je weniger finanzielle Unterstützung ein Arbeitsloser erhält, desto mehr bemüht er sich, Arbeit zu finden. Auf Basis dieser These senkten die „Hartz“-Reformen die Leistungshöhe in der Grundsicherung. Eine Studie der Universität Edinburgh widerlegt diese mikroökomische Denkweise nun. Arbeitslosigkeit wirke sich grundsätzlich negativ auf die Lebenszufriedenheit der Betroffenen aus. Die Höhe der finanziellen staatlichen Unterstützung habe keinen Einfluss auf diesen Effekt. Unabhängig davon litten Arbeitslose in Deutschland EU-weit mit Abstand am stärksten unter ihrer Situation.
Eichhorn, Jan, The (Non-) Effect of Unemployment Benefits: Variations in the Effect of Unemployment on Life-Satisfaction Between EU Countries, http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11205-013-0474-9#page-1

Weiterer Rückgang der arbeitsmarktpolitischen Förderung in 2013

Die Zahl der Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen lag nach vorläufigen und hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im Jahresdurchschnitt 2013 bei etwa 859.000 Personen. Das waren 99.000 oder 10 Prozent weniger als im Vorjahresdurchschnitt. 2013 setzten sich damit die Kürzungen bei der arbeitsmarktpolitischen Förderung der letzten Jahre fort. Seit 2009 ist die Zahl der Maßnahmenteilnehmer kontinuierlich gesunken. Der Rückgang zwischen 2009 und 2013 beträgt fast 50 Prozent.
O-Ton Arbeitsmarkt, Weiterer Rückgang der arbeitsmarktpolitischen Förderung in 2013,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-original/weiterer-rueckgang-der-arbeitsmarktpolitischen-foerderung-in-2013

EFAS veranstaltet acht Regionalkonferenen im Bundesgebiet

Der Koalitionsvertrag für die 18. Legislaturperiode ist unterschreiben. Der Partnervertrag der nächsten europäischen Förderperiode steht vor der Unterzeichnung. Ebenfalls abgeschlossen ist die Vollerhebung der evangelischen und diakonischen Beschäftigungsträger. Welche Entwicklungen und Tendenzen  in der Arbeitsmarktpolitik sind erkennbar?
In den letzen zwei Wochen trafen sich bei den Regionalkonferenzen in Berlin, Duisburg, Frankfurt, Hannover, Stuttgart, Hamburg, Nürnberg und Leipzig über 250 Personen um sich mit dem Themen der Arbeitsmarktpolitik zu beschäftigen. Die Themenschwerpunkte waren:
-        welche Arbeitsmarktpolitik zu erwarten ist (Beachtung Zielvereinbarung 2014 und TN-Wirkung gemäß § 16e Abs. 3, Satz SGBII)
-        welche Ansätze der EU-Partnerschaftvertrag vorsieht
-        vor welchen Herausforderungen die Beschäftigungsträger stehen
-        welche Unterstützung EFAS – mit seinen Projekten – anbieten kann
Die Regionalkonferenzen fanden im Rahmen des Rückenwindprojektes „WipPe – Wissen planen – Personal entwickeln“ statt. Ziel dieses Projektes ist es, Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen der Sozialwirtschaft in hochdynamischen Veränderungsprozessen eine transparente und schnelle Anpassung der Personalentwicklung zu ermöglichen.
Erhobener Personalenentwicklungsbedarf dient als Grundlage für weitere Personalentwicklungsstrategien.
Für die Teilnehmenden und Interessierten der Regionalkonferenz bieten wir folgende Unterlagen:
-        Koalitionsvertrag 18. Legislaturperiode (Seite 65 und Seite 89)
-        EU Partnerschaftsvertrag (Seite 120 ff)
-        EU Gruppenfreistellung
-        Zielsteuerung

o     Leitfaden Zielsteuerung
o     Grundlagen der Zielsteuerung
o     Zielsteuerung 2014
o     Anschreiben – Zielsteuerung

-        Eingliederungsmittelverordnung 2014 (EinglMV)
-        Präsentation der Regionalkonferenz 2014

Koalitionsverhandlungen: Kein Sozialer Arbeitsmarkt in der Großen Koalition

Der Soziale Arbeitsmarkt wird im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD offenbar keine Rolle spielen. Die Große Koalition hält stärkere Vermittlungsbemühungen und ein Bundesprogramm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds bei den besonders arbeitsmarktfernen Langzeitarbeitslosen für ausreichend. Für die Umsetzung sollen private Arbeitgeber gewonnen werden. Die Beschäftigungsträger scheinen außen vor zu bleiben.

O-Ton Arbeitsmarkt, Koalitionsverhandlungen: Kein Sozialer Arbeitsmarkt in der Großen Koalition,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-original/koalitionsverhandlungen-kein-sozialer-arbeitsmarkt-in-der-grosen-koalition

Instrumentenreform: Werkstatt Frankfurt macht sich unabhängig von der Beschäftigungsförderung des Bundes

Der Sparkurs der schwarz-gelben Bundesregierung bei der Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose bringt zahlreiche Beschäftigungsträger an ihre Grenzen. Mit der Werkstatt Frankfurt zieht nun ein großer kommunaler Träger strukturelle Konsequenzen aus den immensen finanziellen Einschnitten der amtierenden Bundesregierung und macht sich unabhängig von der Beschäftigungsförderung.

Werkstatt Frankfurt auf neuen Wegen, Pressemeldung,
http://www.werkstatt-frankfurt.de/fileadmin/Pressemeldungen/PM_WerkstattFrankfurtAufNeuenWegen_3Dez2013_L.pdf

Koalitionsvertrag: Plus 1,4 Milliarden Euro für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Die Große Koalition hat eine Anhebung der Mittel für Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik beschlossen. „Der Mitteleinsatz für die Eingliederung Arbeitssuchender wird um 1,4 Milliarden Euro angehoben.“, heißt es im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD. Das entspricht 350 Millionen Euro jährlich.

www.o-ton-arbeitsmarkt.de/wp-content/uploads/Koalitionsvertrag-CDU-CSU-SPD-1.pdf

Forscher der Hochschule Koblenz berechnen: 435.000 Menschen in Deutschland nahezu chancenlos am Arbeitsmarkt

Gibt es noch eine Zielgruppe für öffentlich geförderte Beschäftigung? Wenn ja, wer sind diese am Arbeitsmarkt nahezu chancenlosen Menschen und wie viele? Wissenschaftler des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS) sind dieser Fragen nachgegangen. Sie haben den potentiellen Personenkreis definiert und seine Größe auf Basis des Panels Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung (PASS) berechnet. Das Ergebnis: Mehr als 435.000 Menschen in Deutschland sind so „arbeitsmarktfern“, dass ihre Chancen auf einen regulären Arbeitsplatz gen Null gehen. Gleichzeitig zeigen diese Menschen eine hohe Arbeitsmotivation und fühlen sich zunehmend gesellschaftlich ausgegrenzt. Zusammen mit ihnen leben mehr als 300.000 Kinder, die von der Situation ihrer Eltern betroffen sind.

Obermeier, Tim; Sell, Stefan und Tiedemann, Birte: Messkonzept zur Bestimmung der Zielgruppe für eine öffentlich geförderte Beschäftigung. Methodisches Vorgehen und Ergebnisse der quantitativen Abschätzung (Remagener Beiträge zur Sozialpolitik 14-2013),
www.rheinahrcampus.de/fileadmin/institute/ibus/Ibus_Team/Sozialpolitik_2013-14.pdf

Forscher ermitteln: Sinkende Löhne und zunehmende Lohnungleichheit seit "Hartz IV"

Die Hartz-Reformen haben den bereits vorhandenen Trend zu Niedriglöhnen und einer größeren Lohnungleichheit verstärkt. Das ergibt eine Studie von Wissenschaftlern des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Insgesamt habe sich die Qualität der Arbeitsverhältnisse in Deutschland verschlechtert.

Gianelli, Jaenichen, Rothe (August 2013): Doing Well in Reforming the Labour Market? Recent Trends in Job Stability and Wages in Germany. IZA Discussion Paper No. 7580,
http://ftp.iza.org/dp7580.pdf

Arbeitsmarkt im Oktober: Mehr als 3,6 Millionen Menschen ohne Arbeit

Im Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen leicht auf 2,8 Millionen gesunken. Das gesamte Ausmaß der Menschen ohne Arbeit bildet die Zahl der Arbeitslosen allerdings nicht ab. Denn Monat für Monat filtert die Bundesagentur für Arbeit tatsächlich Arbeitslose aus der Arbeitslosenzahl und führt sie in der Kategorie Unterbeschäftigung. Im Oktober über 840.000 Menschen nur deshalb, weil sie etwa an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen, zum Zeitpunkt der Erfassung krankgeschrieben waren oder als über 58-Jährige innerhalb eines Jahres kein Jobangebot erhielten.

http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-statistik/arbeitsmarkt-im-oktober-mehr-als-36-millionen-menschen-ohne-arbeit

Erst gefeiert, dann gefeuert - Das Ende der Bürgerarbeit

Im kommenden Jahr laufen die Fördergelder aus, die Bürgerarbeit endet. Was das für die Menschen heißt, die darin ihre Hoffnung auf eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt gesetzt haben und was das Aus der Bürgerarbeit für die Kommunen bedeutet, zeigte der MDR in Exakt – Die Story, Erst gefeiert, dann gefeuert – Das Ende der Bürgerarbeit. Auf der Website abrufbar ist zudem ein ausführliches Interview mit Prof. Stefan Sell (Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz) mit einer grundsätzlichen Einordnung zur öffentlich geförderten Beschäftigung und der Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland.

MDR, Exakt – Die Story, Erst gefeiert, dann gefeuert – Das Ende der Bürgerarbeit
http://m.mdr.de/exakt/die-story/exakt-die-story-buergerarbeit100.html

Arbeitslosigkeit der Mutter beeinträchtigt Sozialverhalten ihrer Kinder

Werden Mütter arbeitslos, kann das negative Auswirkungen auf die Entwicklung ihrer Kinder haben. Das zeigt eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). So zeigten Kinder, deren Mütter unfreiwillig den Arbeitsplatz verloren, häufiger Auffälligkeiten im Sozialverhalten als Kinder weiterhin erwerbstätiger Mütter. Auch auf Jugendliche wirke sich der Arbeitsplatzverlust der Mutter aus. Heranwachsende mit einer zuvor arbeitslos gewordenen Mutter glauben weniger daran, Kontrolle über das eigene Leben zu haben, als Kinder von weiterhin berufstätigen Müttern.

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Arbeitsplatzverlust der Mutter kann die Entwicklung ihrer Kinder beeinträchtigen,
http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.425916.de

Über eine Million Langzeitarbeitslose länger als ein Jahr ohne Förderung

Über eine Million Menschen in Deutschland zählten laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit 2012 zu den Langzeitarbeitslosen – sie waren seit mehr als einem Jahr offiziell arbeitslos. Das bedeutet gleichzeitig: Sie erhielten auch länger als ein Jahr keine arbeitsmarktpolitische Förderung, denn nur so gehen sie in die Statistik ein. Mehr als 300.000 dieser Langzeitarbeitslosen wurden sogar länger als drei Jahre nicht mehr gefördert.

O-Ton Arbeitsmarkt, Über eine Million Langzeitarbeitslose länger als ein Jahr ohne Förderung,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-statistik/uber-eine-million-langzeitarbeitslose-langer-als-ein-jahr-ohne-forderung

Bertelsmann Stiftung: Wahlen sind nicht mehr sozial repräsentativ

Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung und des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigt: Menschen aus einkommens- und bildungsschwachen Schichten gehen immer seltener zur Wahl. Die Folge ist eine sozial gespaltene Demokratie, in der die Interessen der Schwächeren an Bedeutung verlieren.

Bertelsmann Stiftung, Gespaltene Demokratie, Politische Partizipation und Demokratiezufriedenheit vor der Bundestagswahl 2013,
http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-8AFD61E9-83320C3F/bst/xcms_bst_dms_37989_37990_2.pdf

DGB positioniert sich zum Sozialen Arbeitsmarkt

Der DGB fordert neue Perspektiven mit öffentlich geförderter Beschäftigung für Langzeitarbeitslose. Für viele schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose sei das Ziel, Hilfebedürftigkeit mit Arbeit zu beseitigen, illusorisch. Die bestehenden Instrumente der Arbeitsmarktpolitik seien kaum auf die Arbeitsmarktfernsten zugeschnitten und würden zudem immer weiter reduziert, kritisiert der DGB. Öffentlich geförderte Beschäftigung könne eine Option sein, um diese Personen vor dauerhafter Ausgrenzung mit allen negativen Folgen für sich und ihre Familien zu bewahren.

Deutscher Gewerkschaftsbund, Langzeitarbeitslose: Neue Perspektiven mit öffentlich geförderter Beschäftigung,
www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-aktuell/dgb-fordert-neustart-der-offentlich-geforderten-beschaftigung-fur-langzeitarbeitslose

OECD: 46 Prozent Langzeitarbeitslose in Deutschland

Fast die Hälfte aller Arbeitslosen in Deutschland war 2012 länger als 12 Monate ohne Beschäftigung. Im Vergleich der Mitgliedsstaaten rangiert Deutschland damit auf den hinteren Plätzen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

OECD (2013), “Long-term unemployment (12 months and over)”, Employment and Labour Markets: Key Tables from OECD, No. 3.,
www.oecd-ilibrary.org/employment/long-term-unemployment-12-months-and-over_20752342-table3

Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose: Pro-Kopf-Budget sinkt

Seit 2010 reduziert die Bundesregierung die Gelder für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen bei Menschen im “Hartz IV“-System. Jahr für Jahr sieht der Bundeshaushalt weniger Sollausgaben für die so genannten Leistungen zur Eingliederung in Arbeit vor.

Die Regierung erklärt ihren Sparkurs mit der guten Arbeitsmarktlage. Bei rückläufigen Arbeitslosenzahlen sei eine Reduktion der Mittel nur logisch. Doch werden hier tatsächlich nur Gelder eingespart, die ohnehin nicht mehr gebraucht werden? Ein Blick auf die Pro-Kopf-Budgets bringt Klarheit.

O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-original/arbeitsmarktpolitik-fur-langzeitarbeitslose-pro-kopf-budget-sinkt

Sozialer Arbeitsmarkt: Bundesregierung lehnt Gesetzentwurf der Länder ab

Mit ihrem Gesetzentwurf zur Neuausrichtung der öffentlich geförderten Beschäftigung haben die Bundesländer die Bundesregierung aufgefordert, die Bedingungen für öffentlich geförderte Beschäftigung neu zu gestalten. Für Langzeitarbeitslose, bei denen ein regulärer Arbeitsplatz in absehbarer Zeit nicht erreichbar scheint, soll es langfristige Fördermöglichkeiten auf einem Sozialen Arbeitsmarkt geben. Die Regierung hat die vorgeschlagene Gesetzesänderung nun abgelehnt.Die dauerhafte Finanzierung eines zweiten Arbeitsmarktes führe unter anderem zu Einbindungs- und Verdrängungseffekten.

Gesetzentwurf des Bundesrates und Stellungnahme der Bundesregierung, Neuausrichtung der öffentlich geförderten Beschäftigung,
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/144/1714404.pdf

Wissenschaftler belegen: Arbeitslose sind „gesundheitliche Risikogruppe“

Bei Langzeitarbeitslosen liegt die Sterberate 1,6-mal höher als bei der arbeitenden Bevölkerung und steigt mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit. Langzeitarbeitslose sind im Schnitt doppelt so häufig von psychischen Erkrankungen betroffen wie Erwerbstätige. Besonders Depressionen und Angststörungen sind bei ihnen stark vertreten. Arbeitslose haben zudem ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle und sind häufiger von Alkoholerkrankungen betroffen. Zudem hat Arbeitslosigkeit Auswirkungen auf die Zahl der Suizide. Steigt die Arbeitslosenquote, nimmt auch die Selbstmordrate zu.

Britta Herbig, Nico Dragano, Peter Angerer, Gesundheitliche Situation von langzeitarbeitslosen Menschen (Deutsches Ärzteblatt, 110, Heft 23-24),
http://www.aerzteblatt.de/pdf/110/23/m413.pdf

Jeder vierte Erwerbslose länger als vier Jahre auf Arbeitssuche

Etwa jeder vierte Erwerbslose in Deutschland war 2011 bereits vier Jahre oder länger auf Arbeitssuche. Das Risiko einer sehr langen Dauer der Arbeitssuche nimmt mit dem Alter zu. Bei den über 55-Jährigen bemühten sich bereits 36 Prozent der Erwerbslosen seit mehr als vier Jahren um eine Beschäftigung. Das zeigen Daten aus dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes.

O-Ton Arbeitsmarkt,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-statistik/jeder-vierte-erwerbslose-ist-langer-als-vier-jahre-auf-arbeitssuche

Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose: Liga der Freien Wohlfahrtspflege Hessen fordert Kurswechsel

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Hessen fordert einen radikalen und sofortigen Kurswechsel bei der Förderung von Langzeitarbeitslosen. Für die schwer Vermittelbaren müsse ein Sozialer Arbeitsmarkt eingerichtet werden. Mit ihren Forderungen reagiert die Liga auf den jüngsten „Vermittlungsskandal“ der Bundesagentur für Arbeit.

http://www.liga-hessen.de/aktuelles/presse/2013-06-27_PM_Arbeit_finanzieren_nicht_Arbeitslosigkeit.pdf/view

Aus Arbeitslosigkeit in Arbeit: Meist als Leiharbeiter

Finden Arbeitslose eine Arbeitsstelle, dann überdurchschnittlich häufig als Leiharbeiter. Mehr als jeder sechste Arbeitslose, der 2012 eine Arbeit aufnahm, kam in der Leiharbeitsbranche unter. Sie belegt damit Platz eins der Arbeitgeber für vormals Arbeitslose. Die Arbeitsverhältnisse sind in der Regel nur von kurzer Dauer. Häufig geht es danach zurück in die Arbeitslosigkeit. Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-statistik/aus-arbeitslosigkeit-in-arbeit-meist-als-leiharbeiter

Jahrestagung „Gerechte Teilhabe an Arbeit“ und Mitgliederversammlung am 06. und 07.Juni 2013 in Berlin

Gesellschaftliche Teilhabe für Langzeitarbeitslose durch einen Sozialen Arbeitsmarkt und dessen Finanzierung waren die dominierenden Themen bei der Jahrestagung, die in diesem Jahr gemeinsam mit der Diakonie Deutschland in Berlin stattfand. Beschäftigungsbetriebe sowie Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Interessenvertretungen diskutierten unter der Überschrift „Gerechte Teilhabe an Arbeit als gesellschaftliche und politische Herausforderung“.

Dominiert wurde die Veranstaltung von der Debatte über einen Sozialen Arbeitsmarkt, auf dem Langzeitarbeitslose mit staatlich (teil)finanzierten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen beschäftigt werden sollen und die Möglichkeit der Finanzierung über den Passiv-Aktiv-Transfer (PAT). (s. auch Initiative Pro Arbeit).

Bilder vom Fachtag und von der Mitgliederversammlung 2013 in Berlin

(Bilder zum Vergrößern anklicken)


Jahrestagung und Mitgliederversammlung

am 06. und 07.Juni 2013 in Berlin:

„Gerechte Teilhabe an Arbeit als gesellschaftliche und politische Herausforderung“

In diesem Jahr möchten wir uns vor dem Hintergrund ethischer Fragestellungen und gesellschaftlicher Entwicklungen mit dem Thema „Gerechte Teilhabe an Arbeit als gesellschaftliche und politische Herausforderung“ beschäftigen. Im Hinblick auf die Bundestagswahlen findet die Jahrestagung dieses Jahr zusammen mit der Diakonie Deutschland, dem evangelischen Bundesverband im Haus des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung in Berlin-Mitte statt.

Die Veranstaltung beginnt um 13.00 Uhr. Nach Auftaktvorträgen zur gesellschaftlichen Teilhabe aus sozialethischer und sozialpolitischer Sicht (Professor Martin Kronauer) und zur Teilhabe an Erwerbsarbeit als Auftrag protestantischer Sozialethik (Professor Gerhard Wegner) steigen am Nachmittag Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft (u.a. Professor Michael Vester, Dr. Nico Fickinger, Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Dr. Dierk Hirschel, Ver.di) und Medien mit dem Vorstand Sozialpolitik der Diakonie, Frau Maria Loheide, zur Frage „Wer hat welche gesellschaftlich, ethische und politische Verantwortung?“ in die Diskussion ein.

Anschließend sind Stehtischgespräche mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages vorgesehen. Da wir auch über Finanzierungswege öffentlich geförderter Beschäftigung sprechen möchten, haben wir auch einige Mitglieder des Haushaltsausschusses zur Diskussion eingeladen.
Das Abschlussplädoyer der Tagung „Öffentlich geförderte Beschäftigung als notwendiges Moment für gerechte Teilhabe an Arbeit“ hat Professor Stefan Sell übernommen.

Buchhinweis: "Leben in Balance trotz Arbeitslosigkeit"

Die Zeit ist reif für eine Umkehr, geprägt von einem Menschenbild, demzufolge arbeitslosen Menschen mit Wertschätzung und Respekt begegnet wird, die ansetzt an deren Fähigkeiten und die Bedürfnisse von Menschen nach Sicherheit ernst nimmt. Einen hoffnungsvollen Weg beschreitet die Erlacher Höhe in seinem Freudenstädter Modell. Neben zwei theoretischen Ansätzen wird mit dem Praxisprojekt GanzMensch - InBalance das Freudenstädter Modell in der Umsetzung mit arbeitslosen und wohnungslosen Menschen konkret beschrieben.

Das Buch ermuntert, sich auf diese Menschen einzulassen, sie ernst zu nehmen und sich gemeinsam mit ihnen auf den Weg zu machen. Die konkreten Fallbeispiele werden vielen Lesern Mut machen, die Perspektive zu ändern und Menschen mit ihren Stärken anzunehmen. Ein gelungenes Buch für Praktiker und Interessierte an dem Thema.

Manuele Günthner / Wolfgang Sartorius / Titus Simon (2013): Leben in Balance trotz Arbeitslosigkeit. Handlungsansätze, empirische Befunde und Rahmenbedingungen des Freudenstädter Modells,, Lambertus, Freiburg/Breisgau, ISBN 978-3-7841-2120-8

Institut für Bildungs- und Sozialpolitik legt Studie zum Teilhabeeffekt von öffentlich geförderter Beschäftigung vor

Was geschieht mit „Ein-Euro-Jobbern“, wenn die Förderung endet? Sozialwissenschaftler des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik (ibus) der Hochschule Koblenz haben Teilnehmer der arbeitsmarktpolitischen Maßnahme knapp ein Jahr lang begleitet und herausgefunden: Nur selten finden sie im Anschluss einen regulären Arbeitsplatz. Trotzdem bewerten sie den in der Öffentlichkeit durchaus heftig umstrittenen „Ein-Euro-Job“ mehrheitlich positiv. Viel wichtiger ist für sie das Gefühl, wieder Teil der Gesellschaft zu sein. Das äußert sich auf vielfältige Art und Weise.
Endstation Arbeitsgelegenheit!? Teilhabeperspektiven in „Ein-Euro-Jobs“ – Die Sicht der Betroffenen

http://www.rheinahrcampus.de/fileadmin/institute/ibus/Aktuelles/IST-Studie_ibus_end.pdf

Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose: Minus 59 Prozent Teilnehmer an Maßnahmen in fünf Jahren

Die arbeitsmarktpolitischen Fördermöglichkeiten für Langzeitarbeitslose wurden in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgefahren. Im März 2013 ist die Zahl der Teilnehmer an Beschäftigung schaffenden Maßnahmen auf etwa 134.000 Personen gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 59 Prozent gegenüber März 2008.

O-Ton Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose: Minus 59 Prozent in fünf Jahren,
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-statistik/arbeitsmarktpolitik-fur-langzeitarbeitslose-minus-58-prozent-in-funf-jahren

„Sozialer Arbeitsmarkt“ der Bundesagentur für Arbeit: „Perspektiven in Betrieben” mit maximal 40 Teilnehmern

„Perspektiven in Betrieben“, so lautet die Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf die Forderungen nach einem „Sozialen Arbeitsmarkt“ für Langzeitarbeitslose von Oppositionsparteien und Wohlfahrtsverbänden. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich das medienwirksam beworbene Programm jedoch als Augenwischerei: Bei einer Zielgruppe von etwa 50.000 Personen sollen nur 20 bis 40 Teilnehmende eine Förderung erhalten. Das enthüllt eine Anfrage der Grünen.

Anfrage der Grünen zu “Perspektiven in Betrieben”, Antwort_BMAS_Perspektive_in_Betrieben.pdf

Brandenburg startet neue Bundesratsinitiative für einen Sozialen Arbeitsmarkt

Brandenburg startet gemeinsam mit weiteren Bundesländern eine neue Bundesratsinitiative für einen Sozialen Arbeitsmarkt. Die letzte Initiative scheiterte im Dezember 2012 an den Enthaltungen der Bundesländer mit großen Koalitionen. Der neue Gesetzentwurf soll am 7. Juni 2013 in den Bundesrat eingebracht werden. Mit der neuen rot-grünen Landesregierung in Niedersachsen ist davon auszugehen, dass das stimmenreiche Bundesland die Initiative unterstützen wird. „Jetzt haben wir deutlich bessere Chancen“, sagte Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske.

Land Brandenburg, Öffentlich geförderte Beschäftigung neu gestalten,
www.stk.brandenburg.de/cms/detail.php

Arbeitslosigkeit ist keine Gewöhnungssache

Auch nach längerer Arbeitslosigkeit arrangieren sich Betroffene nicht mit ihrer Situation, sondern empfinden sie als zunehmend belastend. Bei Langzeitarbeitslosen ist die Lebenszufriedenheit besonders niedrig. Das belegen Wissenschaftler der Universität Lausanne mit Befragungsdaten des deutschen Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) und des Schweizer Haushalts-Panel (SHP).

Ihre Schlussfolgerung: Sanktionen machen „ein schwieriges Leben nur elender“. Die Arbeitsmarktpolitik sollte sich stattdessen auf eine Steigerung der Arbeitskräftenachfrage und die effektive Qualifizierung und Unterstützung von (Langzeit-)Arbeitslosen bei der Arbeitssuche konzentrieren.

DIW Berlin (2011), Does unemployment hurt more if there is less of it around?,
www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.377429.de/diw_sp0393.pdf

Der Bund spart, Frankfurt springt mit eigenem Arbeitsmarktprogramm ein

Frankfurt reagiert mit einem eigenen Arbeitsmarktprogramm in Höhe von fünf Millionen Euro auf die Einsparungen des Bundes. Nicht nur für Arbeitslose, sondern auch für prekär Beschäftigte, Menschen aus der Stillen Reserve oder Erwerbsgeminderte stehen etwa 1.700 zusätzlichen Maßnahmenplätze zur Verfügung, mit denen die Stadt einen Doppelnutzen verfolgt. Neben den arbeitslosen Menschen soll auch die Kommune von  Fachkräftequalifizierung, Infrastrukturleistungen und Stabilisierung der sozialen Siedlungen profitieren.

Homepage des Frankfurter Arbeitsmarktprogramms,
www.frap-beratungszentrum.de/home.html

Experten bewerten den Sozialen Arbeitsmarkt

Grüne, SPD und die Linke fordern den Sozialen Arbeitsmarkt mit staatlich (teil)finanzierten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen für Langzeitarbeitslose ohne reelle Chance am Arbeitsmarkt. Bei einer Bundestagsanhörung am 15. April bewerteten Sachverständige die Anträge und Gesetzentwürfe der Parteien.

Deutscher Bundestag, Videomitschnitt der Ausschusssitzung vom 15.4.2013,
www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp